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Manchmal muss ich über meine eigene Doofheit lachen, und im aktuellen Fall dachte ich mir, dass ich diese kleine Geschichte mit Euch teilen sollte.

Auf dem Weg nach Erfurt hatten wir kurz Pause gemacht. Die Anderen waren schon wieder im Tour-Auto, ich wollte mir aber noch schnell im Tankshop einen doppelten Espresso ziehen. Es gibt dort ja diese Automaten, an denen der Kaffee frisch gebrüht wird. Teuer, aber eigentlich ganz lecker. Ich trinke seit Jahren nur noch Espresso oder schwarzen Kaffee. Sobald Milch in meinen Kaffee gelangt, lasse ich ihn lieber stehen.

Ich stelle also einen kleinen Espressobecher auf die dafür vorgesehene Position und drücke den Knopf, um mit Erstaunen festzustellen, dass mein in den Becher laufender Espresso sehr sehr weiß aussieht. In Bruchteilen von Sekunden verarbeitet mein Gehirn diese überraschende optische Information dahingehend, dass ich wohl den verkehrten Knopf gedrückt haben muss. Nicht viel länger dauert es, bis mir klar wird, dass ich offensichtlich statt des erhofften Espresso ein auf Milch basierendes Kaffeemischgetränk angefordert haben muss, welches  dementsprechend volumentechnisch deutlich größer ausfallen dürfte. Und richtig: Der kleine Becher läuft bereits fast über. Geistesgegenwärtig greife ich mit der linken Hand nach einem größeren Pappgefäß, stelle selbiges nun an die richtige Stelle und fülle zeitgleich die aufgeschäumte Milch aus dem Espressobecher um, dieweil ich aus dem Augenwinkel das Unverständnis der hinter mir wartenden Dame bemerke.

Die Situation spitzt sich dramatisch zu, als das von mir ohnehin nicht gewollte Heißgetränk droht, den größeren Becher ebenfalls zum Überlaufen zu bringen. Erneut arbeitet mein Hirn auf Hochtouren und gelangt aufgrund meiner grundsätzlichen Technikskepsis zu dem Zwischenergebnis,  dass „der Automat kaputt sein muss“. Meiner sicherheitshalber vorgenommenen visuellen Überprüfung des von mir gedrückten und immer noch blinkenden Knopfes hält diese Theorie jedoch nicht stand. In Wahrheit habe ich keinen normalen Latte Macchiato, sondern einen Latte Macchiato XXL bestellt. Und der passt auch nicht in den größeren Becher. Mit einer mittlerweile erworbenen gewissen Routine ersetze ich den größeren durch einen grotesk überdimensionierten Pappbecher und fülle das Falschgetränk erneut um, während die Maschine zunächst keine Anstalten macht, den Produktionsvorgang zu beenden.

Schließlich und pünktlich kurz vor Erreichen des Riesenbecherrandes ist mein Mega-Macchiato dann komplett aus dem Automaten entwichen. Da ich nun weder Zeit noch Münzen übrig habe, greife ich nach dem Becher und begebe mich Richtung Ausgang, während ich den nun leicht spöttischen Blick der nach mir folgenden Kaffeekundin bestmöglich ignoriere.

Ich mag keinen Latte Macchiato, besitze aber jetzt ungefähr einen halben Liter davon. Am Tour-Auto angelangt frage ich in die Runde, ob jemand Bock auf ein sehr, sehr großes, kostenloses Kaffeemischgetränk habe. Clemens hat.

Dän


Wir konnten nicht anders! Die Landschaft war zu schön, und das touristische Rahmenprogramm zu verlockend, also wagten wir uns hinaus aus der Sicherheit des Autos, hinein in den wunderschönen, aber dunklen und unheimlichen Schwarzwald. 😉