Bonn, Köln, Siegen und Essen

Hello again! 🙂

Was für ein Wochenende. Von mir aus könnte jetzt langsam mal Schluss sein mit Winter. Und mit seinen Auswirkungen auf das Immunsystem der Menschen. Nachdem wir (und die entsprechenden Konzertbesucher) die vergangenen Wochen ja schon Dän und Nils krächzenderweise erlebten, war also diese Woche Clemens dran.

Und das ausgerechnet zum Auftakt in seiner Heimatstadt Bonn. Fand er sicherlich selbst am Ärgerlichsten. Dabei ging es in Bonn mit seiner Stimme sogar noch. Das sollte sich die weiteren Tage noch ganz anders anhören. Auf jeden Fall hatten wir einen sehr schönen Abend in einem sehr schönen, neuen Pantheon. Ich kannte noch das alte aus meiner Zeit mit Rock4. Eigentlich nicht zu vergleichen die beiden Locations. Dort ein kleiner dunkler Keller, hier jetzt ein netter offener Raum, mit einer optisch beeindruckenden Bar und vielen Oldschool/Vintage/Whatever-Tisch- und Stehlampen (die während des Konzertes anblieben und eine schöne Athmosphäre schufen).

Im Backstage auch zwei Highlights: eine Hollywood-Schaukel und ein liebevoll eingerichteter Raum, den aber nur Ingo und ich entdeckt und genutzt haben. 🙂

Die Leute sitzen im Pantheon an kleinen Tischen, nicht so aufgereiht wie sonst. Auch mal ein schönes Bild. Und es schafft eine ganz andere Athmosphäre. Die Bonner waren richtig gut drauf. So wurde z.B. nach dem Ende von „Wir sind da!“ einfach weitergesungen, so dass wir dann auch noch mal mit eingestiegen sind. 🙂

 

Am Freitag dann unsere Köln Premiere im Gloria. Clemens ging es stimmlich leider schlechter, so dass wir „Der Dings“ weg lassen mussten. Dafür durfte ich „Love Yourself“ singen. Ist schon auch schön, mit zwei Leadstimmen im Konzert. 😉 Die Stimmung war Köln- und Stehkonzertgerecht. Also geil. 😉 Leider haben wir im Anschluss an das Konzert ein paar Mails bekommen, dass es im hinteren Bereich viel zu voll gewesen ist, worüber sich einige geärgert haben und wohl auch in der Pause gegangen sind. Tut uns echt Leid, wenn nicht alle das Konzert komplett genießen konnten. Soweit wir das von der Bühne aus sehen konnten, war aber im vorderen Bereich ausreichend Platz. Teilweise sogar mit Lücken. Ist natürlich schade, wenn sich das dann nach hinten hin staut und, so wurde es uns geschrieben, teilweise die Besucher niemanden mehr durchließen. Wir können da definitiv nur an eure Fairness untereinander appellieren.

 

In Siegen hatten wir wieder die Situation wie z.B. in Braunschweig. Einige Besucher waren, so wie sie es von unserer Vorgängerband gewohnt waren, in den großen Saal gegangen. Dort fand aber ein Abiball statt. Unser Konzert war im kleinen Saal. Stimmlich ging es Clemens leider noch nicht besser. Seine Sprechstimme war mittlerweile tiefer und rauchiger als meine. Und irgendwie hatten Ingo und Nils auch mit laufenden Nasen und gereizten Stimmbändern zu kämpfen. So oft kann ich eigentlich schon gar nicht mehr auf Holz klopfen, um nicht auch noch krank zu werden. Ingwertee, Ingwertee, Ingwertee. Zum Glück gehöre ich zu den Menschen, die das gerne trinken. :-))

Siegen sollte aber noch wegen eines ganz anderen Vorfalls in Erinnerung bleiben. Kurz vor Ende des Konzertes, in der Ansage zu „Radio“ fiel plötzlich der Strom der Tonanlage aus. Während unsere beiden Techniker Joey und Chris versuchten, so schnell wie möglich den Fehler zu finden und ihn zu beheben, was wohl aufgrund der Nichtanwesenheit von fähigem Hauspersonal gar nicht mal so einfach war, überbrückten wir die Zeit mit einer akustischen Version (also ohne Mikrofone) von „Im Flugzeug“. Mitten im Song kam dann der Strom zurück, so dass wir das Konzert noch zu Ende singen konnten. Solche speziellen Situationen machen Konzerte dann unvergessen. Sicher auch für das Publikum. Was für ein toller Schlussapplaus und was für eine Party in den Zugaben. Für mich persönlich endete das Konzert noch mit einem echten Highlight. Folgende Situation: du singst die letzte Nummer. Eine Hommage an die Stadt, in der du grade bist. Das Intro ist eher ruhig gehalten. Im Augenwinkel siehst du, wie jemand sich nach vorne vor die erste Reihe schleicht und versucht, hockenderweise unauffällig ein Foto von uns zu machen. Dann verliert dieser jemand aber das Gleichgewicht und plumpst um. Sorry, aber das verlangt eine immense Konzentration, da nicht in völliges Gelächter auszubrechen, aufgrund der sonderbaren Situation. Vor allem, wenn man in die verdutzen Augen eines Kollegen schaut, der die Szene ebenso verfolgt hat und eigentlich auch gern loslachen würde.

 

Gestern in Essen dann leider immer noch kein genesener Clemens. Dafür aber eine echt schöne Location, diese Weststadthalle. Ich kannte in Essen bisher ja nur die Gruga-Halle, die für mich persönlich nicht zu den Locations gehört, in die ich unbedingt wieder rein will. Einfach zu groß, zu viel Mehrzweckhalle, zu unpersönlich. Ganz anders gestern. Nettes Team, cooler Sound, tolles Publikum. Und sogar ein „Sternenhimmel“ hinter uns. Was will Band mehr? Und obendrauf gewinnt der FC das zweite Heimderby. 😉 Keine Ahnung, warum ich grade dann bei „Love Yourself“ so einen katastrophalen Aussetzer in der zweiten Strophe hatte?! Zumal wir die Nummer vor dem Konzert dreimal komplett fehlerfrei gesungen haben. Steckste nicht drin. Obwohl, tu ich ja. Ich weiß es trotzdem nicht. Danke aber für die netten Rückmeldungen dazu im Afterglow. 🙂

 

So, jetzt drei Tage durchatmen und dann die letzten vier Konzerte vor den Osterferien. Soll ja auch wieder wärmer werden, habe ich gehört. Wäre doch schön. 😉

Liebe Grüße und vergesst nicht den Ingwertee.

Björn

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