Songvorstellungen Nr. 9 bis 15

Hallo ihr Lieben,

gestern haben wir von unserer Plattenfirma die ersten druckfrischen Exemplare unseres Debütalbums bekommen. Auch wenn dieses erst in einer Woche zu erhalten ist, verrät Amazon mittlerweile die komplette Titelliste. Dazu gibt es kurze Hörbeispiele von jedem Song. („Wir sind da!“ bei Amazon)

Hier für Euch noch meine Notizen zu den Titeln, die wir bisher nicht vorgestellt haben:

1. Hi hi hi! (Hauptstimme: Nils)

„Hi hi hi!“ ist natürlich Englisch auszusprechen, denn es geht in diesem Song nicht um irgendein Kichern, sondern um unser „Hallo“ als neue Band. Nils hat zusammen mit Erik Sohn die Musik komponiert, einen A-cappella-Ska; es ist ein Song, der nicht nur tempomäßig richtig Gas gibt. Ein energiegeladener Einstieg in unsere Zukunft als „Alte Bekannte“! Vom Text habe ich insgesamt drei Versionen geschrieben, ein neuer Rekord für mich. Diese dritte Fassung finde ich jetzt sozusagen richtig und stimmig.

2. Verboten (Hauptstimme: Clemens)

Den Text dieses Songs habe ich schon vor ein paar Jahren geschrieben und fand ihn sehr gut. Leider war die Musik, die ich dazu komponiert hatte, nicht wirklich der Knaller, und so blieb der Song ungenutzt liegen. Bei unserem zweiten Kreativblock mit den „Alten Bekannten“ Anfang 2017 bat ich Clemens darum, es einmal mit einer eigenen Vertonung zu versuchen. Ich finde das Ergebnis überragend. Die ganze Nummer rollt gewissermaßen leicht bekifft, aber konstant vorwärts, und die textliche Wendung greift dank Clemens’ Komposition richtig gut. Hätte ich noch einen leichten Zweifel an der neuen Formation gehabt, wäre er spätestens mit dieser Nummer vollkommen pulverisiert worden.

3. Ich habe kein Tattoo (Hauptstimme: Ingo)

Als ich ein Kind war, verbrachte ich viele Urlaubstage in Hamburg, weil meine Oma dort lebte. Und Hamburg war damals auch die einzige Stadt, in der ich Menschen, und zwar ausnahmslos Männer, sah, die Tattoos hatten. Das waren fast immer Seemänner und Hafenarbeiter, richtig harte Kerle, die einem auch ohne Hautbemalung jede Menge Respekt eingeflößt hätten. Dieser Songtext trägt dem Siegeszug des Tattoos bis tief in die Generation Eigenheim hinein auf nicht ganz Ernst gemeinte Art und Weise Rechnung. Ingo, der hier auch die Hauptstimme singt, hat dazu eine Musik komponiert, die mich gleichermaßen überrascht wie begeistert hat. Auf sowas wäre ich im Traum nicht gekommen.

4. Wir sind da! (Hauptstimme: Nils)

Bei dem bereits erwähnten Kreativblock der „Alten Bekannten“ in der Eifel 2017 hatte ich das Problem, gleich drei komponierwütige Kollegen mit Textmaterial versorgen zu „müssen“. Am dritten oder vierten Tag dachte ich, es sei jetzt endlich so weit, dass ich mich selber mal mit einer eigenen Musik befassen könnte. Aber selbstverständlich stürmte Nils just an diesem Tag begeistert aus seinem Zimmer und sagte, ich solle mir mal seinen neuen Song anhören, und einen Text dafür könnte er auch noch ganz gut gebrauchen. *Seufz!* – aber nur kurz, denn nachdem ich das von ihm auf „Nanana“ gesungene Demo gehört hatte, war mir klar, dass dieser Song richtig gut ist. Habe mir das Lied dann noch dreimal angehört, und dann hatte ich das inhaltliche Szenario gefunden: Eine Gruppe von Menschen, die in jüngeren Jahren fantastische Zeiten zusammen erlebt hatte, findet sich zu einem erneuten Treffen zusammen. Und das „Revival“ wird tatsächlich nicht ein blöder Aufguss, sondern man knüpft nahtlos da an, wo man aufgehört hatte. Vielleicht ist der Text ein bisschen utopisch, aber ohne solche Hoffnungen wäre das Leben in meinen Augen ziemlich trostlos.

5. Nordseewind (Hauptstimme: Dän)

Oft schreibe ich bei einem Lied zuerst den Text und komponiere, sofern ich ihn nicht einem geschätzen Kollegen überlasse, erst danach die Musik. Bei „Nordseewind“ war es anderes herum, und vielleicht hört man das dem Titel auch an. Zuerst war da diese wirklich extrem ruhige, langsame und tiefenentspannte Musik. Und nachdem ich das Ganze eine Weile auf mich hatte wirken lassen, war mir klar, dass mit diesem Lied nur die Nordsee und ihre ganz spezielle Wirkung auf mich (und auf viele andere Menschen) gemeint sein konnte. Wenn ich mir den Song jetzt anhöre, bin ich tatsächlich sofort am Meer. Ich hoffe, dass es vielen von Euch auch so gehen wird.

6. Rechthaben ist geil (Hauptstimme: Dän)

So etwas passiert mir nicht allzu oft, aber ich liebe es: Ein Satz oder auch nur ein paar Wörter kommen mir in den Kopf, und sofort ist mir klar, dass diese Wörter eigentlich schon die Basis für ein komplettes Lied darstellen. „Rechthaben ist geil“ ist so ein Fall. Keine Ahnung, wie und wann und warum diese Wörter plötzlich da waren, aber es fügte sich dann alles wie von selbst. Wir alle kennen das Gefühl, dass es einem ganz gut tut, wenn man merkt, dass man bei einem Thema richtig gelegen hat. Aber genauso  vertraut ist uns wohl die Schwierigkeit, mit Rechthabern umzugehen. Daraus ergibt sich auch die Schlusspointe des Textes. Musikalisch gesehen ist „Rechthaben ist geil“ eine Art Ska mit einer schönen „Blechbläser“-Sequenz. Wie sich das gehört.

7. Kleiner Terrorist (Hauptstimme: Clemens)

Ich glaube, jeder von uns hat zumindest innerlich ein wenig geflucht, als er im Studio hinter dem Mikro stand, um seine Stimme zu „Kleiner Terrorist“ einzusingen. Ich persönlich jedenfalls ganz sicher. Clemens hat nämlich eine wunderschöne Jazz-Nummer komponiert, aber sein Arrangement hat es wahrlich in sich. Aber wenn man das Ergebnis hört, dann weiß man, dass das Leiden sich gelohnt hat. Wirklich eine wunderbare Komposition. Der Text, der auch schon ein wenig älter ist, behandelt den doch recht gravierenden Unterschied des Lebens als Vater eines zweijährigen Kindes verglichen mit der selbstbestimmten Gemütlichkeit des Kinderlosen. Da Björn, Nils und Ingo sich in ebendieser befinden, kamen natürlich nur Clemens oder ich als Leadsänger in Betracht. Gut, dass Clemens den Zuschlag bekommen hat: Nicht nur sein in babyart rumnölendes „Instrumental“-Solo ist sensationell. Wir haben sehr viel gelacht im Studio.

 

Wir fünf hoffen sehr, dass euch das Album genauso gut gefällt wie uns!!

Euer Dän mit lieben Grüßen von allen Alten Bekannten

 

p.s.: Im Rahmen unserer Gastauftritte bei der „Kölschen Weihnacht“ der Band „Die Paveier“ gibt es das Album auch schon vor dem offiziellen Verkaufsstart am 08.12. zu kaufen. Die Termine findet ihr hier: Konzertliste

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