Tourblog Nr. 15 (Wittingen und Dresden

Hallo zusammen,

nach unseren Pfingstferien haben wir – ganz entspannt – mit zwei Konzerten wieder den Tourbetrieb aufgenommen. Am Donnerstag waren wir beim Unser Aller Festival in Wittingen eingeladen. Wittingen? Nie gehört? Wo? Nördlich von Wolfsburg? Ahja, also von Berlin eine verhältnismäßig kurze Anreise. Nur drei Stunden. Prima. Also ganz entspannt. Entspannt ging es auch vor Ort weiter. Nette Crew vom Veranstalter, wir alle „gezeichnet“ von den knapp zwei freien Wochen. Ich selbst war auch wieder in besserer Verfassung, als noch vor zwei Wochen (an dieser Stelle „Danke“ für die lieben Wünsche im Anschluss an den letzten Blogeintrag). Im Grunde also beste Voraussetzungen für ein schönes Konzert. Wäre da nicht die Hitze gewesen. Von Anfang an gefühlte 45 Grad auf der Bühne. Uff. Eine kleine Tortur für alle. Auf und vor der Bühne. Dementsprechend immens hoher Verbrauch an trocknenden Papiertüchern bei uns. Schön auch, wie sich dadurch der Fokus bei manchen Songs total verändert. Grade bei Balladen wie „Nordseewind“ oder „Nur du allein“, wenn du nur stehst und dich kaum bewegst und du spürst, wie ganze Rinnsale an Schweiß den Rücken runterlaufen. Warum gibt es eigentlich kein Sommeroutfit? Badeschlappen, Shorts, T-Shirt. Fertig. Es geht doch eh um die Songs und deren Inhalt. Nicht um unsere Verpackung, oder? Und so ein Moonwalk in Schlappen würde ich von Ingo schon gerne sehen. 

Naja und für die Zuschauer ist es bei der Wärme natürlich auch nicht einfach. Glücklicherweise hatte der Veranstalter sein Programmheft auf jedem Stuhl ausgelegt. War bestimmt mehr als Fächer, denn als Informationsquelle gedacht. 🙂 Liebe Wittinger, ich will natürlich nicht nur die Temperaturen erwähnen. Nein, auch ihr habt zu einem heißen Abend beigetragen. Am Ende ja sogar mit Tanzen während der Zugaben. Danke! 

Freitag dann der Alte Schlachthof in Dresden. Es war uns „alten Hasen“ vollkommen klar, dass es klimatisch ähnlich bis schlimmer werden würde. Kurz keimte Hoffnung auf, als am Nachmittag Regen einsetzte und die Außentemperaturen um ca. 10 Grad zurückgingen. War aber nur ein kurzes Strohfeuer. Der Zugang zur Bühne im kleinen Saal geht von den Garderoben aus durch den Keller. Da war es angenehm kühl. Die letzte Treppe hinauf zur Bühne war dann aber wie das betreten einer vollkommen anderen Klimazone. Tropenfeeling. Ich musste sofort an meinen Opa denken und seine Beschreibung des Gefühls, als er vor vielen vielen Jahren in Cuba aus dem Flugzeug stieg: „als ob du einen heißen, nassen Lappen ins Gesicht kriegst“. Trotz Hitze war das Dresdner Publikum, wie von uns erhofft, extrem gut drauf. Schon der Auftrittsapplaus vor dem ersten Lied war sehr lang und ausgelassen. Und das ganze steigerte sich dann noch im Laufe des Abends. Wodurch sich das Dresdner Publikum aber auch auszeichnet ist, das es nicht nur laut, Party und Mitklatschen kann, sondern auch leise und konzentriert bei den ruhigen Nummern sein kann. Ich weiß das sehr zu schätzen! Wärmetechnisch war es am Ende so heiß, dass Nils und ich selbst an den Hosen vorne am Schienbein nass waren. Ist vielleicht nicht grade appetitlich (deswegen auch keine Beweisfotos), aber die Wahrheit. 😛

Schauen wir doch mal, wie es uns kommende Woche in Bergheim, Troisdorf, Paderborn und Dortmund ergeht. Es gibt übrigens noch Karten für alle vier Konzerte (wenn auch nur noch genau 1 für Paderborn), also sagt doch gern noch allen dort in der Nähe wohnenden Bekannten, Verwandten, Brieffreunden und Arbeitskollegen Bescheid. Tickets!

P.s.: hier noch ein paar „Quatschfotos“ aus Wittingen, die bisher nur Menschen sehen konnten, die uns auf Facebook und Instagram folgen. Aber auch der Rest soll sehen, was passiert, wenn man nach einem hitzigen Konzert nach dem Afterglow eine grüne Brille findet:

Liebe Grüße

Björn

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