Tourblog Nr. 24: Langenselbold, Remchingen, Reutlingen, Oppenau

Hallo,

vor den Herbstferien lassen wir es noch mal ordentlich krachen. Am vergangenen Wochenende ging es dabei wieder in den Süden. Zumindest von Berlin, Köln und Kiel aus gesehen. 😉 Leider hab ich aber meine Notizen verloren, so dass ich jetzt in den Tiefen meiner Hirnwindungen kramen muss. Mal sehen, was sich so findet.

Donnerstag Langenselbold. Östlich von Frankfurt/M. Gar nicht so schlecht mit dem Zug zu erreichen, wie man vielleicht denken könnte. Nur 1x Umsteigen von Berlin aus. Prima.

Im Publikum wieder sehr viele Zuhörer, die noch nichts von uns, oder unsere Musik gehört haben. Aber auch Alte Bekannte im Publikum. An der Stelle erwähne ich gern das Fan-Forum. Denn Vertreter/Mitglieder waren in teils exponierter Sitzposition. Bewaffnet mit Stift und Zettel. Ich vermute also, dass es im Forum einen wesentlich ausführlicheren Bericht gibt. 😉

Umkleide = Kindergarten

Bemerkenswert waren in Langenselbold die Blinder (Lampen, die von der Bühne ins Publikum gehen, um dieses immer mal hell zu machen). Die machten nämlich nicht, wie üblich, alles gleichmäßig hell, sondern trafen eher nur die hinteren Reihen. Also dort, wo Menschen gerne sitzen, die auf keinen Fall von der Bühne aus gesehen werden wollen. Ich mag das ja, wenn man Leute mal für einen kurzen Moment aus ihrer Komfortzone holt. Keine Ahnung, ob es an den Blindern bei „Wir sind da“ lag, auf jeden Fall schien spätestens da das Eis gebrochen. Bei Radio stand Langenselbold (zumindest ab Reihe 3). 😉 Bezugnehmend auf ein Kommentar im Afterglow finde ich das überhaupt nicht schlimm, oder ungewöhnlich, dass es erst bei den WG-Liedern „Partystimmung“ gibt. In meinen Augen ist das total klar und logisch. Unsere Songs hören die Leute zum ersten Mal. Da geht es auf jeden Fall um das Verstehen der Texte, nicht um Party. Wie war das denn bei neuen Touren der WG? Ich nehme mal an, dass bei neuen Stücken zugehört wurde und dann bei den Hits, die ja immer eingestreut wurden, Party gemacht wurde. Also um das noch mal in anderen Worten zu sagen: Ich bin vollkommen zufrieden mit dem, was an Stimmung abgeht. Für meinen Geschmack muss auch nicht jeder Titel durchgeklatscht werden. 😉

Foto mit Veranstalter

Remchingen am Freitag hatte dann einen, sagen wir einfach, architektonisch experimentell außergewöhnlichen Saal für uns. Fragt mich aber bitte nicht, warum ich den nicht fotografiert hab. Es gab auf jeden Fall schräge Metallstreben und das Gefühl, irgendwas wäre schief. Und neblig. Also zumindest am Anfang. Keine Ahnung, ob die Nebelmaschine nicht ganz korrekt eingestellt war, aber gefühlt mussten wir uns von hinten durch eine Nebelwand zum Mikrofon an der Bühnenkante hindurch schieben. War dann im weiteren Verlauf aber ok. 😉

Trotz schiefer Architektur war der Sound aber ganz schön. So dass wir im Soundcheck beschlossen, den neuen Song „Bedingungslos“ das erste Mal auf der Bühne zu singen. Und weil wir den Song so schön finden, haben wir spontan beschlossen, den Song kurz vor dem ersten Refrain noch mal von vorne anzufangen. 🙂

Die Tür hat die Länge von genau 1 Nils. Mittelalterliches Tischlerei-Maß.

Samstag in Reutlingen dann wieder ein Kirchenkonzert. Leider aber ohne „Der Dings“ und „Wir sind da“. Das waren kritische Nummern für die angeschlagenen Nils und Clemens. Angeschlagen war auch Dän. Allerdings am Kopf. Also eher angestoßen. Die Tür von der Sakristei auf die Bühne muss zu einer Zeit entstanden sein, als die Menschen eben noch standardmäßig meine Größe hatten. Ich kenne Dän ja eigentlich schon als sehr vorsichtigen und umherschauenden Menschen. Er läuft ja auch oft Gefahr, irgendwo anzustoßen. Aber in Reutlingen gingen beide Auftritte (also zu Beginn der jeweiligen Konzerthälften) jeweils nicht spurlos an ihm vorbei. Kopf trifft Wand. Aua. Zum Glück aber keine nachhaltigen Schäden. Zumindest keine, von denen man zum jetzigen Zeitpunkt weiß.

„Ewiges“ Licht? 😉

In Oppenau am Sonntag dann ein weiteres Kirchenkonzert. Dort gefühlt ein zweigeteiltes Publikum. Vorne irgendwie gesetzter und ruhiger. Hinten offenbar mehr Agilität und ungehemmte Freude. Zumindest bekamen wir das hinterher von unseren Technikern als Rückmeldung. Denn die saßen genau in der Mitte. Leider bekommen wir ja in so einer länglichen Kirche nicht viel von hinten mit. Beim Schlussapplaus aber haben wir es sehen können, denn da standen die Leute eher von hinten nach vorn auf. Normalerweise ist es ja doch oft anders (allein schon, weil man aufsteht, wenn man durch den bereits stehenden Vordermann nichts mehr sieht).

So. Jetzt aber ab nach Euskirchen. Geht ja schon wieder weiter. 😉

Liebe Grüße

Björn

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