Tourblog Nr. 26: Trier, Ulm, Ravensburg, Kempten

Hallo zusammen, 

wir hatten einen schönen Ausflug in den Süden am vergangenen Wochenende. Ein letztes Mal, bevor wir jetzt erstmal Herbstferien machen. Es waren die Auftritte 91-95 in diesem Jahr. Krass, wie schnell die Zeit vergeht. 

Getroffen haben wir uns diesmal alle in Köln. Am Donnerstagmorgen. Zum Shoppen. Anfang November machen wir ein Fotoshooting für das neue Album, dafür brauchen wir natürlich ein Outfit. Der Plan ist, dass wir das dann später auch bei den Konzerten ab Spätsommer 2019 tragen können. Nach 2,5 h hatten wir übrigens alles im Einkaufswagen und konnten uns dann auf den Weg nach Trier machen. 

Blick ins „Publikum“

In Trier waren wir in der Tufa, der alten Tuchfabrik, die heutzutage ein Kunst- und Kulturzentrum ist. Es war ein Stehkonzert. Das ist ja immer schon etwas Besonderes. Aber in der Tufa war die erste Reihe direkt an der Bühne und dann auch noch auf Augenhöhe, da die Bühne nur etwa einen halben Meter hoch war. Gefühlt waren die größeren Menschen im Publikum also auf meiner Höhe. Aber nicht nur das war etwas eigenartig. Die Nebelmaschine war extrem busy zu Beginn des Konzertes. Sie ließ sich nicht stoppen und nebelte alles ein. komplett. Wir mussten ihr nach den ersten beiden Songs den Stecker ziehen, weil niemand mehr irgendwas sehen konnte. Es dauerte dann ein paar Songs, bis der Nebel verzogen war und der Rest des Konzertes dann quasi in HD weitergehen konnte.

Musikalisch mussten wir dieses Wochenende etwas Rücksicht auf Ingo nehmen, der ein wenig angeschlagen war. Seine Powernummern funktionierten. Auf „Bedingungslos“ und „Sie bricht mir das Herz“ haben wir aber vorsichtshalber verzichtet. Lustig war noch ein kleiner Junge in der ersten Reihe. Der hatte uns schon zu Beginn des Konzertes darauf aufmerksam gemacht, dass er uns zwei zusammengerollte A4-Seiten auf die Bühne gelegt hatte. Ich hatte die dann erstmal zur Seite gelegt und dachte, wir würden sie uns in Ruhe nach dem Konzert anschauen. Das hatte Anton aber offenbar anders geplant. In der Schlussmoderation meldete sich Anton so, wie man das von einem 1. Klässler erwarten kann. Ganz geduldig, aber konstant. Dän sah das auch und „nahm ihn dann dran“. Er bestand darauf, dass wir die Zettel noch auf der Bühne lasen. Haben wir natürlich gemacht und ihm für die Zeichnungen und Grüße gedankt. Ich glaube, er war schließlich zufrieden. 

Am Freitag ging es den langen Weg von Trier nach Ulm. Normalerweise achtet unser Büro drauf, dass wir zwischen zwei Konzerten nicht mehr als 2,5 Stunden im Auto sitzen. Das hat diesmal ausnahmsweise nicht funktioniert. Wir brauchten 5,5 h. Da ein Unglück aber selten allein kommt, mussten wir später auch noch damit leben, dass das Internet vor Ort im Kornhaus nicht sonderlich schnell war. Da wir aber einen Live-Stream bei Facebook/YouTube angekündigt hatten, wollten wir den auch realisieren. Wurde dann leider ein bisschen ruckelig. Die wichtigsten News konnten wir aber dennoch verkünden: Der Titel unseres neuen Albums wird „Das Leben ist schön“ sein. Veröffentlichung ist am 05.07.19. Und unsere überarbeitete Website ist auch online. Aber das werdet ihr gemerkt haben, wenn ihr diese Zeilen hier lest. Für all das Pech im Laufe des Tages wurden wir aber vom Ulmer Publikum belohnt. Die Stimmung war von Beginn an ausgelassen und fröhlich. Wir konnten in viele glückliche Gesichter sehen. Auch weil die Lichtverhältnisse uns viel vom Publikum sehen ließen. Nach einem intensiven Konzert folgte dann auch noch ein intensiver Afterglow. Viele waren geblieben und holten sich ein Autogramm und/oder Selfie. Ein ganz schön langer Tag…

Tonmann Hank hatte sein T-Shirt auf den Saal abgestimmt. 😉

Samstag waren wir im wunderschönen Konzerthaus zu Ravensburg. Diesmal hatten wir mit der „Überfahrt“ mehr Glück. Da wir genug Zeit hatten, fuhren wir viel Landstraße. Das Allgäu ist ja eh ein wunderschöner Landstrich. Aber bei diesem herrlichen Herbstwetter mit strahlend blauem Himmel und den tollen bunten Farben der Wälder, war das noch mal um einiges beeindruckender. Apropos beeindruckend. Mit so einer schönen Location hatte irgendwie keiner von uns gerechnet. Kann man auf dem Foto nicht sehen, aber es gab sogar Logen rechts und links an der Bühne. Eine davon war während des Konzertes sogar besetzt. Das Konzert hat extrem viel Spaß gemacht. Und auch hier hatten wir wieder einen sehr gut besuchten Afterglow mit vielen netten Gesprächen. 

 

Am Sonntag ging es dann nach Kempten. Also eigentlich ja schon Samstagnacht nach dem Konzert in Ravensburg. Aber wir wollen hier mal nicht kleinlich sein. In Kempten hatten die Wise Guys immer in der BigBox gespielt, dem großen Saal. Wir waren in der KultBox, dem kleinen Saal. Von Dän folgendermaßen zu Beginn des Konzertes kommentiert: „Die WG waren big, AB sind kult.“ Das lass ich mal so stehen. 😉

Angefangen haben wir das Konzert mit 2-minütiger Verspätung. Wir wollten noch die erste Hochrechnung der Landtagswahlen in Bayern abwarten. Die Prognosen im Vorfeld waren ja doch recht spannend.

Das Konzert war ein toller Abschluss vor den Herbstferien. Gefühlt haben wir noch mal alles an Energie rausgehauen, was noch da war. Selbst Ingo, der auch am Sonntag noch leicht angeschlagen war. Belohnt wurde das von Stehendem Applaus nach der letzten Nummer. Toll. Danke! 🙂

 

Jetzt verschnaufen wir noch ein bisschen und genießen den goldenen Herbst. Wir sehen und hören uns ab 1. November wieder. Dann geben wir bis 17. Dezember noch mal Vollgas. 34 Konzerte in 6,5 Wochen. Endlich auch unsere Österreich-Premiere. Eine Übersicht und Tickets gibt’s wie immer hier.

Liebe Grüße

Björn

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