Tourblog Nr. 29: Stuttgart, Hallstadt, Mannheim und Mainz

Hallo zusammen, 

hier die kleinen Anmerkungen zu den Konzerten des vergangenen Wochenendes. War zum Teil eine wässrige Angelegenheit.

Auftakt war am Donnerstag in Stuttgart. Das zweite Mal im Theaterhaus. Diesmal aber schon im größeren Saal. Die Zuschauertribühne ist ziemlich steil ansteigend. Vorteil: alle sitzen gefühlt näher dran. Irgendwie nachteilig für uns: Von der Bühne blickst du in eine komplett schwarze Wand. Um einen Anschluss an das vergangene Wochenende zu haben: Clemens pfeift nicht mehr. Ist wahrscheinlich einfach ein Kopfding momentan und dann geht er lieber auf Nummer sicher. Dafür hat Däns Stimme sich fast komplett zurückgemeldet. 

Besonders gut gefallen hat dem Stuttgarter Publikum „Schönste Stadt der Welt“. Vor allem die Zeilen mit der besonders klaren, weichen und reinen Luft sowie dem tief einatmen am Bahnhof sorgten für ausgesprochene Erheiterung, die es andernorts so nicht gegeben hat. Im Anschluss an das Konzert bekam ich dann noch eine Empfehlung, wo wir das nächste Mal unsere Wasserflaschen für die Bühne auffüllen könnten. Man schrieb mir was vom Mineralwasservorkommen in Bad Cannstatt und der Auquelle. Na schauen wir mal, ob wir das beim nächsten Mal (im Mai 2019) so machen werden. 😉

Freitag ging es für uns nach Hallstadt bei Bamberg. In die Marktscheune. Total kuschliger kleiner Saal mit einer kleinen Bühne. Aber echt gemütlich. Und netten Menschen vom Haus, die uns total unterstützt haben. Danke Peter! 🙂 So hatten wir z.B. sehr gutes Internet für unseren Livechat, den wir kurz vor dem Konzert noch eingeschoben haben. 

Das Hallstädter Publikum war prima drauf. Großes Gelächter gab es, als Dän davon erzählte, dass wir ja immer lokales Leitungswasser trinken. Wir konnten ja nicht wissen, dass das Hallstädter Leitungswasser im August bedenklich war und abgekocht werden musste bzw. mit Chlor versetzt worden war. Schmeckte jetzt aber vollkommen ok und bisher hatte auch keiner von uns Probleme mit der Verdauung. Also zumindest nicht, dass ich es mitbekommen hätte.

Samstag das zweite Mal Mannheim. In einem renovierten Capitol. Neuer Boden, neue Deckenfarbe, renovierte Garderoben. Schön geworden. Hätte ich ja auch mal ein Foto machen können. Naja. Gibt’s eben wieder nur das „Unprofessional“-Selfie.

Die Stimmung war total cool. Wir waren gut drauf. Nur anfangs etwas unkonzentriert. Es hatte nämlich niemand von uns die Wasserflaschen für die Bühne mit Wasser aufgefüllt. Vielleicht sollten wir da doch einen Verantwortlichen bestimmen oder eine feste Rotation einführen? Naja. Zum Glück war es von der Bühne nicht so weit bis zum nächsten Wasserhahn, so dass Dän während meiner ersten Ansage nach Unprofessional die Flaschen auffüllen konnte. 

Aber zurück zur Stimmung. Die war wirklich gut. Es wurde (vor allem bei „Wir sind da“) total laut (und schön) mitgesungen. Offensichtlich aber noch nicht laut genug. Irgendwann während der zweiten Hälfte fiel mir ein Pärchen in der 3. Reihe auf. Relativ regungslos, den Kopf leicht nach vorne gebeugt. Ich dachte zu erst, es würde ihnen absolut nicht gefallen und sie würden lieber was lesen, was sie auf ihrem Schoß liegen hatten. Beim genaueren Hinsehen merkte ich aber, dass die beiden schliefen. Bei der Lautstärke. Wahnsinn. Ein bisschen neidisch war ich schon, habe ich doch selber einen ziemlich leichten Schlaf. Ich fühlte mich aber auch sofort an meine Radio-Morningshow-Zeiten zurück erinnert. Hab auch mal den „Fehler gemacht“ und bin Freitagabends ins Kino, nachdem ich ja aber seit 3 Uhr morgens wach war. Null Erinnerungen an den Film. Ich einigte mich mit mir darauf, dass die beiden Mannheimer hart arbeitende Menschen sind, die mit den frühen Vögeln um die Wette kämpfen und nicht etwa gelangweilt von unserem Konzert. Ich verlor sie, nach dieser Entscheidung, aus den Augen und kann gar nicht sagen, wie sie das stimmungsvolle Ende des Konzertes erlebt haben. Hat sich aber bei mir bis jetzt auch niemand für die schöne Einschlafmusik bedankt. 😉

Abschluss des Wochenendes war ein Doppelkonzert in Mainz. Mit dem Nachmittagskonzert hatten wir so in der Form nicht gerechnet. Normalerweise sind diese Konzerte (Erfahrungswerte aus der WG-Abschiedstour) etwas gesetzter. Mehr Kinder, mehr Kaffee-und-Kuchen-Stimmung. Diesmal aber irgendwie nicht. Die Stimmung war total super. Von Anfang an. Bis auf ganz wenige Ausnahmen. Allerdings saßen die Ausnahmen so in unserem Blickfeld, dass keiner von uns vermeiden konnte, das nicht zu merken oder wegzuschauen. In der 2. Reihe saßen ziemlich mittig vier Gäste, die sichtlich überhaupt gar keinen Spaß hatten. Gar nicht. Nicht ein bisschen. Regungslose Minen. Ich hätte in der Pause schwören können, dass wir in der zweiten Hälfte dort vier leere Stühle vorfinden würden. War aber nicht der Fall. Die vier haben sich tatsächlich erst in den Zugaben „rausgeschlichen“. Das Durchhaltevermögen hätte ich nicht gehabt, wenn mir etwas so dermaßen nicht gefallen hätte.

Die Story hat Dän dann auch am Anfang des Abendkonzertes erzählt. Er warnte die beiden, die nun auf den Plätzen saßen ausdrücklich, dass sie nun besonders in unserem Fokus stehen würden. Und wie cool war das bitte? Als nach dem letzten Song der ganze Saal stand, saßen die beiden mit regungsloser Mine und verschränkten Armen auf ihren Stühlen. Da wir aber natürlich vorher gesehen hatten, dass die beiden während des Konzertes ihren Spaß hatten, erkannten wir sofort den Schabernack. Sehr, sehr lustig. Wie schon gesagt, auch das Abendkonzert hat extrem viel Spaß gemacht. So konnten wir die Müdigkeit sehr gut kompensieren.

Ein Nachtrag noch zu Mainz: wir hatten ja in den Konzerten gesagt, dass der VVK für kommenden November schon am Sonntag begonnen hat. So waren die Infos, die wir bekommen haben. Es kam dann nur die Rückmeldung, dass das Konzert nirgendwo im Internet zu finden sei. Deswegen jetzt hier noch mal die entsprechenden Links: Ztix oder Eventim

Nächstes Wochenende wird für uns relativ entspannt. Es stehen nur drei Konzerte an. Dafür allerdings am Samstag in Marburg ein Kirchenkonzert. Drückt uns die Daumen, dass es dort noch erträgliche Temperaturen gibt!

Liebe Grüße

Björn

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