Tourblog Nr. 30: Fulda, Marburg, Frankfurt

Hallo zusammen!

Diesmal ein kurzer Ausflug nach Hessen. Nur drei Konzerte am Stück. Zwei Wiederholungen und eine Premiere. Obwohl. Eigentlich waren es ein paar mehr Premieren. Der Reihe nach. 

Am Freitag waren wir zum ersten Mal in Fulda. In der Orangerie. Ich kannte Fulda bisher immer nur als ICE-Halt auf dem Weg Richtung Frankfurt. Hatte es mir irgendwie anders vorgestellt. Weniger Barock, weniger schön, weniger Nebel. Aber lieber so als anders herum. 

Die Bühne in Fulda war schräg. Zum Publikum hin leicht abfallend. Und dann vor der Bühne riesig viel Platz bis zu ersten Reihe. Bestimmt sechs Meter. Sah so aus, als gäbe es da eine Senk-/Hebevorrichtung. Wahrscheinlich darf man dann kein Publikum darauf platzieren. Ich habe es schon ab und zu erlebt, dass die Stimmung darunter gelitten hat, wenn die Bühne soweit weg von der ersten Publikumsreihe ist. Das war hier in Fulda aber überhaupt nicht so. Von Anfang bis Ende eine sehr, sehr gute Stimmung. Schon bei Wir sind da standen viele und tantzen.

Bei Montagsallergie hatte es zuvor offenbar eine abgesprochene Aktion unter mehreren Konzertbesuchern, die verteilt im Raum saßen, gegeben. Ich tippe mal auf das Fanforum. Auf jeden Fall trugen alle Teilnehmer ab dem ersten Refrain schwarze Sonnenbrillen und nickten cool mit dem Kopf. Also so wie wir im Video. Apropos Fanforum. Von den anwesenden Mitgliedern gab es im Afterglow noch eine kleine Einlage. Mit selbstgeschriebenen und umgedichteten Strophen von „Musik von deinen alten Bekannten“. Hier gibt’s ein Video davon: Fanforum singt für alte bekannte. Und hier geht’s zum Fanforum.

 

Von einer schönen Stadt in die andere: Samstag waren wir das zweite Mal in Marburg. Wieder in der St. Elisabethkirche. Ein riesiges Bauwerk, aber dennoch „nur“ 400 Sitzplätze mit mehr oder auch weniger guter Sicht. Hier musste man also pünktlich sein, um nicht hinter einer Säule zu sitzen. Deswegen auch schon eine lange Schlange gegen 19 Uhr. 

Im Konzert gab es dann die öffentliche Premiere eines neuen Arrangements. Das „Lied der Flüchtlinge“. Inhaltlich an dieser Stelle dazu nicht mehr. Es sollen ja noch ein paar mehr von euch den Moment des unvoreingenommenen Hörens haben. Wir werden das Lied aber voraussichtlich erstmal nur in Kirchen singen. Also dieses Jahr noch in Melle-Buer und in St. Valentin. Kam aber, vor allem mit der Moderation um das Lied herum, gut an.

Das Lied ist auf jeden Fall ein weiterer Schritt in der Entwicklung unseres Kirchenprogramms. Anfangs haben wir ja noch komplett das gleiche gemacht, wie in „normalen“ Konzertorten. Aber die schnellen Stimmungsnummern gehen wegen des Halls ja nicht wirklich. Es ist auch jetzt immer noch ein bisschen eigenartig z.B. bei „Wir sind da“. Das Mitsingen klingt natürlich toll. Aber das Mitklatschen fehlt irgendwie. 😉 Ich mag die Kirchenkonzerte total. Aber ich werde sie noch lieber mögen, wenn wir künftig mehr Repertoire haben, mit dem wir noch mehr auf die „natürlichen“ akustischen Gegebenheiten reagieren können. Vielen Dank an dieser Stelle den beiden Damen, die mit uns auf den 111. Auftritt angestoßen haben. Auch wenn wir offenbar alle am Samstag dem Alkohol eigentlich entsagen wollten. 😉

Abschluss war dann gestern in Frankfurt. Wie Dän so schön sagte „zum zweieinhalbsten Male“. Das erste geplante Konzert musste ja sehr kurzfristig abgesagt werden. Ist schon witzig, dass ich vor bzw. am Sonntag noch einige Anfragen bekam, ob denn diesmal auch alle fit seien. So als ob der Absagegrund beim ersten Mal eine Frankfurt-Allergie gewesen wäre. War es ja aber nicht. Sondern eine dicke, fette Erkältung. Diesmal also alle fit. Die Batschkapp wieder nahezu ausverkauft und das Publikum mit hervorragender Laune. Ich gebe zu, dass wir in der ersten Hälfte mehrheitlich etwas müde waren. Spätestens gegen Ende waren aber wirklich alle hellwach. 😉 Erst Recht nach dem Zwischenruf direkt nach „Wir sind alte Bekannte“. Irgendjemand brüllte nach dem letzten Ton „Wir sind kalte Beamte“. Genau so, wie es auf der CD zu hören ist. Klang auch echt nach Nils, deswegen schaute ich erst zu ihm. Er war es aber nicht und schaute ebenso verdutzt und belustigt ins Publikum. Ein witziges Ende eines kurzen Wochenendes. 

Jetzt sind es nur noch drei Mini-Touren für uns vor Weihnachten. Nächste Woche beginnen wir erstmal wieder in Hessen und bahnen uns dann einen Weg nach Bayern. Gießen -> Würzburg -> Eichstätt -> Regensburg.

Liebe Grüße

Björn

Teile diesen Post