Tourblog Nr. 31: Gießen, Würzburg, Eichstätt und Regensburg

Hallo liebe Mitleser, 

willkommen zu den kurzen Notizen des ersten Adventswochenendes. Es ging (schon wieder), wie wir intern mittlerweile sagen, in die Region der sauer angemachten Salate. Von wegen Weißwurst-Äquator. Salat-Essig-Äquator!!  😉 

Zum Auftakt in Gießen hatten wir einen schönen Abend. Vor allem, weil wir ehemaligen Wise Guys, den Saal in seiner ursprünglichen Schönheit und Größe genießen durften. Muss man sich so vorstellen: es liegen zwei Säle mit jeweils einer Bühne direkt nebeneinander. Nur getrennt von einer Wand (auf dem Foto rechts), die sich entfernen lässt, wenn mehr Zuschauerraum gebraucht wird. Das war bei den WG der Fall. Da war es also plötzlich ein großer Saal mit zwei Bühnen, von denen aber natürlich nur eine bespielt wurde. Echt eigenartig.

Stimmungsmäßig haben es die Hessen verhalten angehen lassen. Kann aber Taktik gewesen sein. Denn hintenraus ging es total ab. Irgendwann standen Menschen im Mittelgang und tanzten vorn an der Bühne. Im Afterglow bekam ich noch eine schöne Geschichte erzählt. Die Mama eines 9-Jähren sagte mir, dass ihr Sohn das Lied „Verboten“ inhaltlich nicht ganz verstehen würde. Denn in einer Zeile heißt es ja, dass es nicht gestattet sei, „Tiere hier mit reinzubringen“. Aber in einer anderen Zeile würde es ja heißen, dass es verboten sei, „ohne Bison hier im Land zu sein“. Ein sehr, sehr lustiger Verhörer. Ich sag nur „Agathe Bauer“. 😉

In den Katakomben wurde am neuen Konzertplakat gewerkelt

Freitag ging es in Clemens Geburtsstadt Würzburg. Witzigerweise hatte ich im November zwei Zeitungsinterviews innerhalb weniger Tage, in denen mich die Interviewer gefragt hatten, wie wir das denn machen, wo wir doch aus Kiel, Berlin, Köln und Würzburg kämen. Beim ersten Mal hab ich mich nur gewundert und das Ganze korrigiert. Beim zweiten Mal wollte ich dann aber doch nachfragen, woher die Info denn komme. „Von Ihrer Website“. Klick. Lampe an. „Ja stimmt, da ist Clemens geboren. Er wohnt da aber seit über 35 Jahren nicht mehr.“ 🙂 Wie auch immer. Jetzt war er eben wieder da. Mit uns. Und wir hatten auch in Würzburg einen total netten Abend. Diesmal nicht mit stehend-tanzenden Leuten vor der Bühne. Sondern mit zwei rollend-tanzenden. Während viele andere von ihren Stühlen aufgestanden waren, aber ihren Platz nicht verließen, kamen die beiden Rollis bis vor zur Bühnenkante. Auf Nachfrage erzählten sie mir im Afterglow, dass sie sich vor den Zugaben nicht getraut hatten, nach vorne zu kommen, weil sie niemandem im Weg sitzen wollten. Fand ich auch wieder eine witzige Aussage, die man so im Alltag nicht oft hört. Zumindest nicht als Gehender. 

Samstag waren wir in Eichstätt. Kleiner Raum, relativ kleine Bühne. Aber mit großer Publikums-Aktion. Ein paar Fans (oder vielleicht auch nur eine/r?) hatten vor dem Konzert offenbar solche Knicklichter-Leuchtstäbe verteilt und ein Kommando vereinbart. Ein paar Mal hatten wir das ja schon bei „Wir sind da“ in der zweiten Hälfte. Diesmal ging es aber schon bei „Hi hi hi“ los. Also der zweiten Nummer im Programm. Plötzlich wurde aus der schwarzen Masse, in die wir oft hinein starren, ein kleines Meer an bunten Leuchtstäben. Mit so einer Aktion geht man natürlich gut gelaunt in den Rest des Abends. 😉 Also an dieser Stelle ein Dankeschön an die/den Organisatoren/in. An viel mehr Einzelheiten aus dem Konzert kann ich mich nicht mehr wirklich erinnern. Ich war ein wenig mit mir selbst beschäftigt während des Konzertes. Es rauschte so ein bisschen an mir vorbei. 

Ingo möchte offenbar etwas mehr Beachtung hier im Blog 😉

Zum Abschluss in Regensburg hätten wir gestern unseren Durchbruch haben können. Oder auch einen Einbruch. Was auch immer. Auf jeden Fall haben „Alte Bekannte“ noch nie auf so einer wackligen Bühne gestanden. Keine Ahnung, ob hier Wanzen mal von den Brettern, die die Welt bedeuten, probiert hatten. Überall hatte man ein federndes Gefühl. An einzelnen Stellen war auch teilweise gar kein Holz mehr. Alles eher kleine Löcher. Eines aber so groß, das es extra mit einem fetten weißen Tape-Kreuz markiert worden war. Ansonsten lag nämlich Teppich auf der Bühne. Wahrscheinlich, damit man die Löcher nicht sieht. Oder damit Ingo sich mal ein bisschen anstrengt beim Moonwalk. Achtung Spoiler: es ist alles gut gegangen. 😉 Keine versunken, eingekracht oder sonst irgendwie zu Schaden gekommen. Auch im Publikum nicht. Und das saß direkt über einer Straße. Kenn ich sonst nur von ein paar Autobahnraststätten. Bei so viel Besonderheiten allein von den räumlichen Bedingungen her, konnte das Konzert an sich eigentlich nur abstinken. Keine Texthänger, keine wilden Tanzfehler, keine ausufernd improvisierten Moderationseinlagen. Alles ganz normal. Was ja aber auch gut ist, finde ich. Aber eben nichts, was man hier notieren müsste. Aus meiner Sicht. Und um die geht es hier ja nunmal. 😉

 

Da waren es also nur noch zwei Konzertwochenenden im ersten Tourjahr von „Alte Bekannte“. Wahnsinn. Aber neun Konzerte sind es eben noch. Und für fast alle gibt es auch noch Karten. Also Menschen in Osnabrück (noch 1 freier Platz), Melle (Restkarten), Göttingen (Erinnerung: Konzert wurde in die Aula am Waldweg verlegt!!), Delbrück, Gersthofen und Bad Reichenhall (alle noch Restkarten). Macht es München nach. Da ist es ausverkauft. 😉 Besondere Vorfreude auch auf die letzten beiden Termine dieses Jahr. In Österreich. Endlich. 🙂

Liebe Grüße

Björn

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