Video „Das Leben ist schön“!

Mit ein wenig Stolz – ein ganz klein wenig- haben wir das Video zu dem Titelsong „Das Leben ist schön“ von unserem gleichnamigen Album, welches am 5.7.2019 veröffentlicht wird, auf YouTube online gestellt. Wir sind uns alle einig: das ist das aufwendigste Musikvideo, welches wir je gedreht haben. Fünf verschiedene Locations, vier Drehtage verteilt auf ein knappes halbes Jahr, und alles selbst gemacht. Immer zwischen Konzerten und Probentagen.
Nils und ich sind zum Glück vollkommen verrückt technikbegeistert, und haben uns, wie es der Geldbeutel hergibt, mit Kameras, Drohne und allem Zipp und Zapp ausgestattet. Also… wie es der Geldbeutel hergibt halt… ich glaub‘, Nils‘ Drohne war mit Abstand das teuerste Gerät, und ich habe ’ne Kamera. Unsere Handys noch…

Los ging es im Winter, weil bei uns in der Eifel ausnahmsweise trotz Klimaerwärmung wunderbarer Schnee lag. Das ist schon ein wenig eigenartig, wenn fünf erwachsene Männer im Schnee im Kreis um einen Baum tanzen, während in 30 Meter Höhe eine Drohne surrt. Wir konnten doch bei dem ein oder anderen Vorhang in den Häusern nebenan eine huschende Bewegung wahrnehmen. Ich meine sogar, hier und da die obligatorische Wischbewegung vor einem Gesicht hinter eben jenen Vorhängen erkannt zu haben. Da jedoch der Eifeler an sich Vieles eigenartig findet, sich aber ansonsten nicht weiter dafür interessiert – schließlich ist die Eifel schön genug, auch ohne die Probleme und Verrücktheit der anderen – hat uns das nicht aufgehalten, weiter zu tanzen.

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Viel schwieriger wurde es, als wir im späten Frühling den gleichen Take um den selben Baum drehen wollten und feststellen mussten, dass dieser auf einem bepflanzten Weizenfeld stand. Könnte auch Roggen gewesen sein. Irgendwas mit Gluten, oder ohne…
Jedenfalls: verrückt um den Baum zu tanzen ist ok, auch im Winter bei -10° Celsius, aber die Saat zu zertrampeln… da hört der Spaß auf. Das bekamen wir auch zu spüren, als wir als Alternative auf die Wiese gingen, auf der wir das Titelfoto der CD geschossen hatten. Keine 20 Sekunden hat es gedauert, bis ein Traktor mit der Geschwindigkeit eines Sportwagens den Feldweg entlang schoss… was trotz des wirklich hohen Tempos absurd lange zu beobachten war, da der zugehörige Bauernhof von der Weide aus genau zu sehen, aber etwa 1,5 km Luftlinie entfernt war. Die Staubwolke des Fahrzeugs war immens. Und hätte ein Traktor auf Grasboden mit den Reifen quietschen können, dann wäre der Bauer geräuschvoll zum Stehen gekommen… allerdings erkannte er geübten Blickes, dass wir eben nicht irgendwelche Pflanzen zertrampeln, sondern nur alternde Männer sind, die wie die Waldfeen auf einer Wiese rumhopsen. Mit demselben Tempo, mit welchem er den Feldweg herunter geschossen war (moderne Traktoren sind tatsächlich erschreckend schnell), schlug er also einen zackigen Haken und schaffte das Kunststück, den Traktor in der höllischen Fahrt nicht umzuwerfen, gleichzeitig mit den Schultern zu zucken, beschwichtigend zu winken und verschwand wie der… äh… Wind… im Staub. Also nicht ganz so flott, denn er musste ja wieder die 1,5 km Luftlinie zurück.

Die Aufnahmen am Strand waren dafür ausgleichend: genau so schwierig. Nils hatte sich so viele Gedanken gemacht, wo wir in Kiel drehen können, wo also nicht so viele Menschen sind, kein Flugplatz, oder Millitärgebäude in der Nähe (wegen der Drohne) und der Strand nicht zugemüllt ist. Bei bestem Wetter sind wir also zum Strand.
Und standen plötzlich in einer dicken Nebelbank.
Ich hab noch nie so schnell so viele verschiedene Strände hintereinander gesehen, denn wir hatten nur diesen einen Tag und die Nebelbank zog nur ein klein wenig langsamer als unser PKW exakt an der Küste entlang, holte uns also jedes Mal ein, wenn wir uns gerade breit machen wollten. Durch ein geschicktes Links/Rechts-Täuschungsmanöver haben wir schließlich den Nebel zumindest so lange verwirrt, dass wir unsere Aufnahmen machen konnten. Wenn man im Video genau hinguckt, kann man am Horizont den Nebel nach uns suchen sehen.

Den meisten Spaß hatte wir wohl bei den kleinen Takes zwischendurch, die wir hauptsächlich mit unseren Handys gemacht haben. Sich Sachen auszudenken, die die Begriffe im Song bildlich darstellen, ist schon spannend. Ungeahnt bequemer Sitz… 🙂

Jetzt ist das Video endlich da und wir wünschen Euch viel Spaß beim Sehen und Hören! Lasst gerne ein Abo auf unserem YouTube Kanal da, dann seid Ihr immer informiert, wenn was Neues kommt. Und da kommt noch was…

Alles Liebe
Ingo