Von Tag zu Tag

Hallo zusammen,

nächster Teil meines Tourtagebuchs.

Erstmals waren wir südlich von Köln unterwegs. Leider ging es am Donnerstag aber auch mit Däns Stimme abwärts. So mussten wir, mit ganz vielen Bauchschmerzen, das Konzert in Frankfurt sehr kurzfristig absagen. Auch an dieser Stelle noch mal ein großes „Sorry“ an alle, die vergeblich zur Batschkapp gefahren waren und unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt wurden. Danke aber auch für die vielen Genesungswünsche und euer Verständnis. Wir freuen uns jetzt auf den Nachholtermin am 13.05.18!

Am Donnerstag in Augsburg war Däns Stimme zumindest so weit wieder da, dass wir das Konzert durchziehen konnten. Auch wenn seine Stimme teilweise so klang, als hätte er die vergangenen Tage jeweils acht Stunden lang das Fußballtraining einer Kindermannschaft trainiert. Wir entschieden uns aber, drei Nummern wegzulassen, bei denen Dän die Hauptstimme singt. Seine fehlende Stimme kompensierte Dän in Augsburg mit mehr Bissigkeit uns gegenüber in seinen Moderationen. Das ging etwas über die gewohnten Frotzeleien untereinander hinaus. Bitte nicht falsch verstehen: ich mag das. Sehr sogar! 🙂 Der Spielort in Augsburg, das Spectrum, war eher Marke Rockschuppen mit relativ wenig A Cappella Erfahrung.

Irgendwie fetzt es dann aber immer besonders. Zumal es vor der Bühne auch keine Absperrgitter gab, wie in anderen Clubs bei Stehkonzerten und so die ersten Reihen wirklich hautnah dran waren. Nur kalt war es irgendwie. Also vor allem bevor die Zuschauer in den Saal kamen und leider bis zum Schluss im Backstage. Ich kann nicht sagen, dass mir das keine Sorgen machte in Bezug auf Däns und unser aller Gesundheitszustand.

War aber offenbar unbegründet. Am Freitag in München ging es Däns Stimme wieder ein Stückchen besser, so dass wir, bis auf eine Ausnahme, wieder alle Titel gesungen haben. Für mich war es eine Rückkehr in die Freiheiz-Halle, da ich dort vorher schon zweimal mit meiner holländischen Ex-Band gewesen bin. Schön, dass die Halle nun für mich auch positive Erinnerungen hat. 🙂 Dän war in München ähnlich bissig zu uns, wie am Tag zuvor in Augschburg. Diesmal bekam er aber Contra von Clemens, was zu einigen witzigen Schlagabtäuschen auf der Bühne führte. Das Münchner Publikum war gut zu uns. Irgendjemand hatte auch wieder Knicklichter ausgeteilt, so dass wir bei „Wir sind da!“ in ganz viele bunte Lichter und tanzende Hände gucken konnten. Danke an dieser Stelle den Verantwortlichen.

In Nürnberg am Samstag hatten wir unser erstes Nichtkirchenkonzert in einer Kirche. Die LUX Junge Kirche Nürnberg ist aber auch keine gewöhnliche Kirche. Vom Gefühl eher ein Raum für Konzerte und Aufführungen, in dem aber auch mal ein Gottesdienst stattfinden darf. Empfangen wurden wir von einem ganzen Haufen junger und netter Menschen, die sich den Abend ganz besonders viel Mühe gegeben haben, uns alles Recht zu machen. Vielen Dank an euch, falls hier einer mitliest. 😉 Däns Stimme war in Nürnberg schon fast bei 85%. Irgendwie schwand damit aber auch die Bissigkeit, die uns die beiden Tagen davor begleitet hatte. Also nur noch das „normale“ Ärgern auf der Bühne. Dennoch ein echt schönes Konzert. Zumal wir hier von der Bühne wieder etwas besser ins Publikum schauen konnten. Der Raum war nicht so dunkel, wie es sonst in Clubs oder Theatern ist. Mir ist das persönlich ja immer viel lieber, wenn ich auch in Reihe 10 oder 15 noch Gesichter erkennen kann.

Zum Abschluss in Bayreuth stand dann auch endlich Fehlersau Susi wieder etwas mehr im Fokus. Theoretisch hätte Nils schon in Nürnberg etwas reinschmeißen müssen nach seinem kleinen Texthänger bei „Wir sind da!“. Er hatte allerdings kein Geld dabei. Ich werde ihn da wohl kommende Woche noch zu einer Nachzahlung auffordern. 😉 Gestern erwischte es dann nach langer Zeit mal wieder Ingo bei „Sie bricht mir das Herz“. Offenbar angestachelt von der Aktion gab es dann einen Zwischenruf in der Moderation nach dem Song, als Dän sich beim Sprechen verhaspelt hatte. Jemand wollte unsere „Fehlerregel“ ganz genau nehmen und Dän dafür zur Kasse bzw. zum Schwein bitten. Das wollte ich nicht so ganz auf uns sitzen lassen und bat daraufhin die Dame für die „Ruhestörung“ zur Kasse. Also seid gewarnt! 😉 Insgesamt war es auch in Bayreuth ein netter Abend und ein schöner Abschluss für unseren ersten Ausflug in den Süden. Wenn man den „Sonntag-18-Uhr-ist-es-immer-etwas-ruhiger“-Faktor mal abzieht. 😉

Kommenden Donnerstag geht es nun das erste Mal in den Osten. Ich freu mich besonders auf Berlin, natürlich aber auch auf Leipzig, Halle und Erfurt. Achja, falls ihr in den beiden letztgenannten Städten Menschen kennt, dann sagt ihnen doch (noch mal?) Bescheid, dass wir kommen. Für diese beiden Konzerte gibt es noch Karten. 🙂

Liebe Grüße

Björn

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