Songtexte Bunte Socken

Solang’ ich noch was fühle

MUSIK: INGO WOLFGARTEN
TEXT: DANIEL “DÄN” DICKOPF
LEADGESANG: INGO

Und wieder mal bin ich völlig fertig. Das war wohl jetzt ’n echter Griff ins Klo.
Jedes Mal frag ich mich: Wann werd’ ich glücklich sein und unbeschwert und froh?
Wieder mal will ich nur noch weg von hier. Die Hoffnung hab ich trotzdem nicht verlor’n.
Warum passiert das immer wieder mir? Ich hab schon lange nicht mehr so gefror’n.

Ist vielleicht doch irgendetwas Gutes an meiner abgefahr’nen Situation?
Bitteschön, sag mir doch: Was tut es zur Sache, dass ich gern alleine wohn’?
Jetzt tut es mir am allermeisten Leid, dass ich mir selbst am meisten Leid tu’.
Ich warte nur darauf, dass die Zeit die Wunden heilt. Und schau mir selber zu.

Doch irgendwann ist es genug. Dann sage ich mir: „Aus!“
Dann muss ich einfach raus. Schluss mit dem Selbstbetrug!

Solang’ ich noch was fühle, bin ich noch nicht tot.
Solang’ ich noch was fühle, bin ich da!
Solang’ ich noch was fühle, bleib ich zwar ein Idiot,
doch ich sag immer weiter „ja!“…

Solang’ ich noch was fühle.
Solang’ ich noch was fühle.
Solang’ ich noch was fühle.
Solang’ ich noch was fühle,
sag’ ich ja. Sag’ ich ja. Sag’ ich ja!

Ich hab ganz klar mehr als nur einmal Entscheidungen gefällt, die dämlich war’n.
Dass ich am Ende selber draufzahl’, darüber bin ich mir komplett im Klar’n.
Doch irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem der Blick nach vorne gehen muss.
Bevor mich das Gefühl „Weltuntergang“ beschleicht, mach’ ich mit dem Gejammer endlich Schluss.

Denn irgendwann ist es genug. Dann steh ich endlich auf!
Demnächst hab ich nen Lauf. Demnächst bin ich am Zug!

Solang’ ich noch was fühle…

Einfach so plattmachen lasse ich mich nicht. Hör gut zu, du Leben! Ich sag’s dir ins Gesicht:

Solang’ ich noch was fühle..

MUSIK: CLEMENS SCHMUCK
TEXT: CLEMENS SCHMUCK
LEADGESANG: CLEMENS

Ich bin ja eigentlich ein Typ, der richtig Action braucht,
der mit den Adlern fliegt und mit den Haien taucht,
der alle Partylöwen in der Friedenspfeife raucht.
Von meinen sieben Katzenleben hab’ ich drei schon aufgebraucht.
Ich will rennen wie ein Wiesel, wie ein Panther will ich jagen.
Ich will so wie ’ne Giraffe alle andern überragen.
Mir zu sagen, ich sollte doch auch endlich mal was wagen,
wär’ ’ne Wagenladung Eulen auf die Akropolis zu tragen.

Doch heute int’ressiert mich diese Hektik nicht so sehr:
Ich mach’ es mir gemütlich wie ein winterschlaffer Bär.
Der „frühe Vogel“ kann mich mal, mich sorgenfreies Huhn.
Ich chill’ in meinem Nest. Heut will’ ich nix als auszuruh’n.

Das ist ´ne Ode an die Schnarchnasen.
Ein Liebeslied für alle Kuschelhasen.
Ein schöner Gruß an die Matratzentiger
und die Auf-dem-Sofa-Lieger.
Heute bleib’ ich hier, ich faules Murmeltier!

Eigentlich bleib´ ich niemals liegen, nicht in Betten, nicht in Ketten,
Denn ich bin immer auf dem Sprung, um um die ganze Welt zu jetten.
Stets bereit zum Pferde stehl’n oder auf Pferde wetten,
stets bereit, ’ne holde Maid oder die Erde zu retten.

Doch heut’ lass’ ich die Türe zu und sicher keinen rein,
der irgendwie nach Arbeit riecht, denn die lass’ ich heut’ sein.
Keine Pläne und Termine, heut’ habe ich nichts vor.
Und wenn Du’s hören willst, sing’ ich sie leise in dein Ohr:

Die kleine Ode an die Schnarchnasen…

Essen, ausruhen, essen, schlafen, essen und danach ins Bett!
Ein Nickerchen am Nachmittag ist überraschend nett.

Und wenn Du gern dabei sein willst, bring’ Kuschellaune mit!
Dann kuscheln wir das Tier in dir wieder frisch und fit.
Wir strecken alle Viere aus und lassen Fünfe g’rade sein.
Dann bist Du meine Kuschelsau und ich dein Kuschelschwein!

Wir sing´n die Ode an die Schnarchnasen…
Heute mach’ ich… überhaupt nix!

Das ist ein Song für alle Knuddelbären,
für die, die heut’ lieber im Bett wären,
für alle Fünf-, Sechs- oder Siebenschläfer,
alle Schäfchenwolkenschäfer,
alle, die heut´ frei
haben und die auf der Liege liegen,
alle verträumten, süßen Zuckerziegen.
Ein Song für alle trägen Spatzen und für alle Schmusekatzen
Und der stolze Pfau macht heute auch mal blau
vom Radschlagen…
Komm’, mach mit mir blau!

MUSIK: CLEMENS SCHMUCK
TEXT: DANIEL “DÄN” DICKOPF
LEADGESANG: FRIEDEMANN

Wenn ich so an uns denke,
dann fällt mir das hier ein:
Der wirklich stete Tropfen
höhlt auch den größten Stein.
Ich bin ganz klar das Opfer.
Ich trage keine Schuld.
Du hast mich einfach rumgekriegt,
mit Charme und mit Geduld.

Du hast viele Qualitäten.
Du hast meinen Respekt.
Du hast ganz souverän
all’ meine Schwachstellen entdeckt.

Du du du
Du hast mich in dich verliebt,
auch wenn’s das eigentlich nicht gibt.
Du du du
Du hast dir mich einfach genomm’n.
So bin ich zu dir gekomm’n.

Auch wenn ich seltsam klinge:
Ich bemerkte jedenfalls
das Lasso mit der Schlinge
zu spät um meinen Hals.
Ich gebe mich geschlagen.
Das Urteil ist gefällt.
Ich werd es mannhaft tragen.
Ich trag es wie ein Held.

Du wirst immer wieder siegen,
so bist du eben drauf.
Wenn sich die Balken biegen,
dann geb ich ganz einfach auf:

Du du du
Du hast mich in dich verliebt…

Ich muss ganz ehrlich sagen,
dass ich „uns“ inzwischen mag.
Tut mir Leid, dass all die Arbeit
ganz alleine bei dir lag.

Du du du
Du hast mich in dich verliebt…

MUSIK: DANIEL “DÄN” DICKOPF
TEXT: DANIEL “DÄN” DICKOPF, JONAS DICKOPF
LEADGESANG: DÄN

Es gibt eine Zeit, in der man erstarrt,
und eine Zeit, um die Dinge zu machen.
Es gibt eine Zeit, in der man nur weint,
und eine Zeit, um von Herzen zu lachen.
Es gibt eine Zeit, um haushoch zu verlieren,
und eine Zeit für den deutlichen Sieg.
Es gibt eine Zeit für wirklichen Frieden.
Auch für den Kampf. Aber nie für den Krieg.

Es gibt den Anfang. Es gibt das Ende.
Es gibt Notwendigkeit. Es gibt die Wahl.
Es gibt den Durchmarsch, das Verweilen und die Wende,
den frühen Morgen und das letzte Abendmahl.

Es gibt eine Zeit, einander zu umarmen,
und eine Zeit, die Umarmung zu lösen.
Es gibt eine Zeit, in der man hellwach ist,
und eine Zeit zum träumen und dösen.
Es gibt eine Zeit, in der man noch bleibt,
und eine Zeit, einen Ort zu verlassen.
Es gibt eine Zeit, in der man sich liebt.
Doch es gibt nie die Zeit, um einander zu hassen.

Es gibt den Anfang. Es gibt das Ende….

Es gibt eine Zeit, in der man zweifelt,
und eine Zeit, die Zweifel wegzuwischen.
Eine Zeit für dies. Eine Zeit für das.
Und eine Zeit für den ganzen Rest dazwischen.

Es gibt den Anfang. Es gibt das Ende…

Nimm dir die Zeit.

MUSIK: CLEMENS SCHMUCK
TEXT: DANIEL „DÄN“ DICKOPF
LEADGESANG: CLEMENS

Du bist zufrieden:
Du hast dich entschieden,
direkt nach dem Aufsteh’n,
auch die unbequemen
und nervigen Themen
heut’ endlich anzugeh’n.

Du bist noch müde,
doch die Attitüde,
mit der du den Tag beginnst,
die wird dafür sorgen,
dass du schon am Morgen
deinen ganzen Tag gewinnst,
denn du weißt:

Es ist ganz egal, dass der Himmel ziemlich grau ist.
Du weißt ja, dass er vielleicht schon morgen wieder blau ist,
und dass dich heute sowieso mal gar nix schocken kann.
Gar nix! Denn du hast deine bunten Socken an.

Im Leben gibt’s Sachen,
da kann man nix machen,
weil man sie nicht verändern kann.
Doch wenn man drauf achtet,
wie man sie betrachtet,
dann fühlen sie sich besser an,
denn du weißt:

Es ist ganz egal, dass der Himmel ziemlich grau ist…

Du bist mit deinen
Gefühlen im Reinen:
Du freust dich heute einfach sehr,
dass die Welt bunt ist,
und dass du gesund bist.
Und was will man, bitte, mehr?
Du weißt ja:

Es ist ganz egal, dass der Himmel ziemlich grau ist…

Das Leben hinterlässt so manche Spur und manche Narben.
Manchmal mag man gar nicht aus dem Haus.
Die Welt sieht aber dank geschickt gewählter Sockenfarben
gleich ’ne ganze Ecke schöner aus.

Es ist ganz egal, dass der Himmel ziemlich grau ist…

 

MUSIK: DANIEL “DÄN” DICKOPF
TEXT: DANIEL “DÄN” DICKOPF
LEADGESANG: INGO

Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen.
Die werden ihren Kram schon ohne mich schaffen.
Nicht meine Baustelle, nicht mein Haus,
darum halt‘ ich mich da raus!

Ich hab mich jederzeit überall eingeschaltet,
and’rer Leuts Haushalte mitverwaltet,
wenn’s irgendwo Krach gab, wollte ich schlichten.
Geklappt hat das mitnichten.
Jeden Schuh, den ich irgendwo rumliegen sah,
zog ich mir gleich an, dafür war ich da.
Aber jetzt mache ich damit endlich Schluss,
weil ich’s weder darf noch muss.

Ich find’s oft noch schwierig, auszuhalten,
mich ab und zu mal rauszuhalten,
aber jetzt kommt der große Tag,
an dem ich mir einfach sag’:

Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen…

Es ist nicht mein Job, And’re wachzurütteln.
Es ist mein Job, Dinge abzuschütteln.
Mich geht vieles echt nix an.
Manchmal frage ich mich, wann
ich es endlich schaff’, entspannt zu sein.
Mir schien das bislang unbekannt zu sein.
Die Erkenntnis, dass es auch mal ohne mich geht,
kommt vielleicht noch nicht zu spät.

Was man vielleicht gut meint, ist nicht immer gut.
Das, was man mal bewusst nicht tut,
lässt Anderen den Platz, den sie g’rad brauchen.
Ein Grund, mal abzutauchen.

Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen…

Ich muss entscheiden, was ich wichtig find’,
und welche Dinge eher ziemlich nichtig sind.
Und da, wo ich im Dunkeln tappe,
halt’ ich halt die Klappe!

Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen…

Gewöhnt
MUSIK: DANIEL “DÄN” DICKOPF
TEXT: DANIEL “DÄN” DICKOPF
LEADGESANG: DÄN

Es ist nicht gerade leicht, genau zu wissen:
Du warst für mich das absolute Glück.
Ich hab mich dran gewöhnt, dich zu vermissen.
Ich hab’s kapiert: Du kommst nie mehr zurück.

Es hat mich anfangs geradezu erschlagen,
doch jetzt ist es mir allzu gut bekannt:
Das drückende Gefühl ganz tief im Magen,
wenn ich Musik hör’, die uns beide einst verband.

Ich bin schon fast vertraut mit dieser Trauer.
Ich weiß schon vorher, wann sie mich befällt:
Kurz vor dem Schlafen kommt der kalte Schauer
und morgens, noch bevor der Wecker schellt.

Ich weiß längst, wie das ist, wenn alle schweigen,
weil irgendwer ein Fotoalbum hat
mit Bildern, die uns zwei zusammen zeigen.
Ich weiß es längst. Und hab es gründlich satt.

Das Grundgefühl, ganz ungebremst zu fallen,
das ist mir jetzt schon ziemlich lange treu.
Es ist das Unerfreulichste von allen.
Doch immerhin ist es jetzt nicht mehr neu.

Ich schaff’ es zwar, das Schlimmste wegzuschieben.
Doch eines ist mir jetzt schon völlig klar:
Vielleicht werd’ ich mich sogar neu verlieben.
Doch nie mehr wird es so, wie’s mit dir war.

MUSIK: DANIEL “DÄN” DICKOPF
TEXT: DANIEL “DÄN” DICKOPF
LEADGESANG: BJÖRN

Mit offenen Augen und offenen Armen
auf der Suche bleiben.
Mit guten Gedanken und fester Hoffnung
die Ängste vertreiben.
Die andere Meinung, die fremde Erscheinung
im Kern respektieren.
Trotz heftiger Sorgen, trotz Zweifeln und Fragen
den Weg nicht verlieren.

Vieles sicher wissen und manches einfach hoffen.
Immer geradeaus. Doch für jeden Umweg offen.
Den Typ von gegenüber eher lieben als ihn hassen.
Leben! Und vor allem: Leben lassen.

Die eigenen Grenzen gut genug kennen
und sie dann erweitern.
Die eigenen Ziele nicht überhöhen.
Auch mal würdevoll scheitern.
Die richtigen Dinge nicht einfach nur denken,
sondern sie machen.
Nie über And’re, nur über sich selber
von Herzen lachen.

Vieles sicher wissen und manches einfach hoffen.
Immer geradeaus. Doch für jeden Umweg offen.
Dankbar etwas nehmen und fröhlich noch mehr geben.
Leben lassen! Und mit großer Freude leben.

Ein Lied auch im Regen, ein Lächeln in der U-Bahn,
nicht auf And’re fluchen.
Es klingt alles leicht. Es ist so sauschwer.
Ich will’s weiter versuchen.

Vieles sicher wissen…

MUSIK: DANIEL “DÄN” DICKOPF
TEXT: DANIEL “DÄN” DICKOPF
LEADGESANG: CLEMENS / INGO

Noch einen nehm’n ma
und dann geh’n ma.
Noch einen Schluck
und dann, Ruckzuck,
geht’s ab nach Haus.
Dann sind wir raus.
Noch einen nehm’n ma
und dann geh’n ma.

Schwer einzuseh’n, jetzt schon zu geh’n.
Das hier ist sehr, sehr legendär.
Hätt’ nie gedacht, dass diese Nacht
so heftig wird. Hab’ mich geirrt.
Es fing gut an. Oh Mannomann.
Dann ging es ab. Dann ging es ab, und nicht zu knapp.
Es ist schon klar: Was heute war,
das wissen wir, halten wir hier bei dir und mir.

Noch einen nehm’n ma…

Dass man vergisst, was morgen ist,
gehört hier schon zum guten Ton. Hier kommt der Lohn:
Es ist so weit: Die falsche Zeit,
um zu bereu’n. Zeit, sich zu freu’n und zu zerstreu’n!

Noch einen nehm’n ma…

Die Nacht ist groß. Wir woll’n nicht los.
Wir woll’n nicht raus. Da wird nix draus. Ich geb ein’n aus.
’S hat keinen Zweck: Wir geh’n nicht weg.
Licht aus? Ja ja. Das war ja klar: Wir bleiben da!

Noch einen nehm’n ma…

Noch einen nehm’n ma,
und dann geh’n ma.
’N Ipanema
is’ heut’ kein Thema.
Noch einen nehm’n ma,
und dann geh’n ma.
Schon gut. Es reicht.
Wir geh’n vielleicht.

MUSIK: DANIEL “DÄN” DICKOPF
TEXT: DANIEL “DÄN” DICKOPF
LEADGESANG: DÄN

Dich hat’s ja wirklich umgehau’n
und jetzt musst du erst mal schau’n,
dass der Wind sich wieder dreht,
bis es dir dann besser geht.
Doch du kannst dir sicher sein:
Du bist dabei nicht allein.
Alle grüßen dich von hier.
Die Gedanken sind bei dir.

Werde bald wieder gesund!
Dann läuft alles wieder rund.
Gönn’ dir Ruhe, nimm dir Zeit,
und dann ist es bald so weit.
Ohne dich ist’s hier so leer.
Du fehlst uns wirklich sehr.
Wir wünschen dir das Eine:
Komm’ bald wieder auf die Beine!

Vielleicht geht’s nicht superschnell,
doch nach der Nacht wird’s wieder hell.
Du kannst es nicht erzwingen,
aber wir könn’n für dich singen.
Schicken Mut und Energie
und dazu ‘ne Melodie.
Du bist bald schon wieder fit,
und dann singst du einfach mit!

Werde bald wieder gesund…

Bleibe fröhlich, sei gut drauf,
dann geht’s schnell wieder bergauf.
Und hier freuen alle sich
wirklich richtig doll auf dich!

Werde bald wieder gesund…

MUSIK: CLEMENS SCHMUCK
TEXT: DANIEL “DÄN” DICKOPF
LEADGESANG: FRIEDEMANN

Schau mir in die Augen, nenn’ mir einen guten Grund,
warum wir heut’ nicht einfach mal im Bett bleiben und
so tun, als wäre Sonntagmorgen,
ohne Stress und ohne Sorgen.
Das wäre sicher sehr gesund.
Nenn’ mir einen guten Grund!

Du sagst, dass heut’ im Grunde eher Mittwoch ist.
Ich wusste gar nicht, dass du ’ne Statistikerin bist.
Und ganz nebenbei: Was ist das für’n Argument,
dass man hier den Mittwoch eben „Mittwoch“ nennt?
Mach dich doch mal frei von solchen Oberflächlichkeiten.
Ich werd’ dir erst mal schnell ein schönes Frühstück zubereiten.

Schau mir in die Augen, nenn’ mir einen guten Grund…

Nebenan in Frankreich soll es viele Menschen geben,
die leben nicht zum arbeiten, die arbeiten zum leben!
Wie soll’n wir unser’n Horizont erweitern und verändern,
wenn wir nicht mal lernen von uns’ren Nachbarländern?
Heute bleibst du deshalb einfach hier bei mir zu Hause,
denn auch deine Arbeit braucht mal dringend eine Pause.

Schau mir in die Augen, nenn’ mir einen guten Grund…

Du riechst den herrlichen Kaffee. Na klar: Den allerbesten!
Ein großes Glas Orangensaft. Natürlich frisch gepressten.
Dann die aufgebackenen Croissants. Ein Stück Honigmelone.
Das perfekte Sechs-Minuten-Ei. Sei froh, dass ich hier wohne!
Und „das mit dem Gewissen“, das glaube ich dir nicht.
Dagegen kriegst du jetzt von mir ein Kissen ins Gesicht!

Schau mir in die Augen, nenn’ mir einen guten Grund…

 

Weniger ist mehr
MUSIK: DANIEL “DÄN” DICKOPF
TEXT: DANIEL “DÄN” DICKOPF
LEADGESANG: CLEMENS

Wie wär’s, wenn ich mal weniger rede?
Wie wär’s, wenn du mal weniger schläfst?
Wie wäre es, wenn du mal nicht mehr jede
Entscheidung aus dem Bauch heraus träfst?

Wie wär’s, wir gingen nicht mehr so oft essen?
Wie wär’s, wir gingen früher ins Bett?
Wie wär’s, wir würden nicht so viel vergessen?
Wie wär’s, wenn ich nicht so viel’ Sorgen hätt’?

Weniger ist mehr.
Weniger ist weniger schwer.
Weniger ist viel zu lange her.
Weniger. Das wünsch’ ich mir so sehr.

Wie wär’s, wenn wir in schwierigeren Zeiten
nicht immer gleich in Panik verfall’n?
Wie wär’s, wenn wir uns weniger streiten?
Wenn seltener die Türen bei uns knall’n?

Wie wär’s, ich wäre weniger „Problembär“?
Wie wär’s, du machtest nicht so schnell zu.
Wie wär’s, wenn ich viel weniger wie „ich“ wär’,
und du wärst nicht mehr ganz so sehr wie „du“.

Weniger ist mehr…

Wie wär’s, wenn wir es einfach endlich lassen,
uns gegenseitig Vorschriften zu machen.
Wie wär’s, wenn wir uns nicht so oft verpassen,
und dafür öfter miteinander lachen?

Weniger ist mehr…

MUSIK: DANIEL “DÄN” DICKOPF
TEXT: DANIEL “DÄN” DICKOPF
LEADGESANG: DÄN

Ich war fast immer in der Spur.
Ich war fast immer voll Plan.
Doch dann ist mir, ganz einfach so,
was Ungeplantes widerfahr’n.

Es gibt dazu ’nen guten Spruch,
den mittlerweile viele kennen.
Ich kannte ihn bis neulich nicht.
Er stammt angeblich von John Lennon:

Das Leben ist das, was passiert,
während man and’re Pläne macht.
Das Leben bricht sich einfach bahn.
Oft ganz anders als gedacht.

Mal im Beruf voll durchzustarten!
Der Rest, der hat mich nur gestört.
Jetzt sitz’ ich hier in einem Garten,
der zum Krankenhaus gehört.

Der Typ hat mich wohl übersehen,
und bremsen konnte er nicht mehr.
Jetzt lern’ ich langsam wieder „gehen“.
Das Ganze ist zwölf Wochen her.

Das Leben ist das, was passiert,
während man and’re Pläne macht.
Das Leben bricht sich einfach bahn.
Oft ganz anders als gedacht.

Das Leben biegt ganz plötzlich ab.
Man selber wollte geradeaus.
Es sucht sich seinen eig’nen Weg
und kommt ganz woanders raus.

Ich wollte mich nie mehr verlieben.
Ich war zufrieden, so, wie’s war.
Das wäre wohl auch so geblieben.
Ich fand alles wunderbar.

Jetzt halt’ ich dich in meinen Armen.
Jetzt bin ich ganz komplett bei dir.
Jetzt lieg ich hier mit dir im Warmen.
Was geschieht da g’rad mit mir?

Das Leben ist das, was passiert…

MUSIK: DANIEL “DÄN” DICKOPF
TEXT: DANIEL “DÄN” DICKOPF
LEADGESANG: DÄN

Ich brauche keinen Hummer und keinen Kaviar.
Und dass ich nie ‘ne Yacht besitzen werde, ist mir klar.
Ich will kein schnelles Auto. Und einen SUV,
das geb’ ich dir auch schriftlich, brauch’ ich ganz sicher nie.
Ich will nicht in die “Dom Rep”, ich will nicht nach Hawaii.
Die Zeit der wilden Partys ist lange schon vorbei.
Den riesengroßen Garten, das wunderschöne Haus:
Das alles brauch’ ich echt nicht. So sieht die Sache aus.

Doch ich hab’ Glück, denn ich weiß auch,
was ich im Leben wirklich brauch’,
ganz einfach, weil ich ohne ihn nix schaffe:
Oh ja, ich brauche ihn so sehr,
und jeden Tag ein bisschen mehr.
Ich trink’ ihn notfalls auch aus der Karaffe:

Ich brauch’ Kaffee. (Jederzeit an jedem Ort)
Ich brauch’ Kaffee. (Am besten jetzt sofort)
Ich brauch’ Kaffee. (Hallo? Hört mich jemand? Ist da…)
Ich brauch’ Kaffee. (…grade schnell mal ein Barista?)

Die Bonnie wäre nix gewesen ohne ihren Clyde.
Auch Dr. Jekyll wär’ vergessen ohne Mr. Hyde.
Der Tim braucht seinen Struppi, der Ernie braucht den Bert.
Und ohne seinen Obelix wär’ Asterix nix wert.

Ja, jeder Diener braucht ‘nen Boss,
und jeder Schlüssel braucht ein Schloss.
Ein Zoo braucht unbedingt eine Giraffe.
Der Langhaarige braucht ‘nen Kamm,
das Showsternchen braucht Instagram,
und ohne Kokosnuss rast jeder Affe.

Ich brauch’ Kaffee. (Kein Schwimmbad und kein Kino)
Ich brauch’ Kaffee. (Notfalls auch ‘n Cappuchino)
Ich brauch’ Kaffee. (Nicht Nietzsche, Freud und Plato)
Ich brauch’ Kaffee. (Lieber einen Macchiato)

Ich brauche ihn, um wach zu sein,
im allerersten Sonnenschein
und nachmittags, damit ich nicht erschlaffe.
So lange war mir gar nicht klar,
was mir im Leben wichtig war.
Jetzt bin ich froh, dass ich es endlich raffe:

Ich brauch’ Kaffee…

Ich brauch’ Kaffee. (Bei Aral oder bei Esso…)
Ich brauch’ Kaffee. (…trink ich doppelten Espresso)
Ich brauch’ Kaffee. (Oder gern auch auf die Schnell’…)
Ich brauch’ Kaffee. (… bei Star oder bei Shell)

MUSIK: CLEMENS SCHMUCK
TEXT: DANIEL “DÄN” DICKOPF
LEADGESANG: ALLE

Weil wir die Zeit hier mit euch lieben,
haben wir eben noch versucht,
alle Termine zu verschieben,
haben gehofft, gebangt, geflucht.
Um den Protest zu unterstreichen,
ham wir nen Sitzstreik ausprobiert.
Das schien jedoch nicht auszureichen,
denn es hat niemand reagiert.

Wir wollten irgendwie erzwingen,
dass wir hier bei euch bleiben könn’n.
Wir wollten gern noch weitersingen.
Doch wollte man uns das nicht gönn’n.
Es ist uns leider nicht gelungen.
Wir hatten wieder mal kein Glück.
Jetzt wird noch grad fertiggesungen,
dann müssen wir ganz schnell zurück.

Wir würden tierisch gern noch bleiben,
doch es ist Zeit für uns, zu geh’n.
Wir werden euch ’ne E-Mail schreiben,
damit wir uns bald wiederseh’n.
Ja, es zerreißt uns fast die Herzen,
dass der Moment des Aufbruchs naht.
Wir nehmen Abschied unter Schmerzen.
Wir waren grad so schön in Fahrt.

Wir wollten uns das Recht erklagen,
noch länger hier bei euch zu sein.
Jedoch, wie in sovielen Fragen:
Justizia ließ uns allein.
Keine einstweilige Verfügung
beim Oberlandesamtsgericht.
Für solch’ persönliche Vergnügung
interessiere man sich nicht.

Dann wollten wir das Ziel erreichen
mit einer Online-Petition.
Das reichte nur zum Herz-Erweichen:
Wen interessier’n fünf Stimmen schon?
Auch an den Bundespräsidenten
schrieben wir einen langen Brief.
Einer von vielen Pech-Momenten,
weil der schon tief und feste schlief.

Wir würden tierisch gern noch bleiben…

Wir sehen uns im nächsten Jahr!