Hi hi hi

MUSIK: NILS OLFERT & ERIK SOHN; TEXT: DANIEL „DÄN“ DICKOPF; HAUPTSTIMME: NILS

Es ist wahr. Es ist so weit!
Haben lang davon geträumt.
Was die Sicht versperrte,
ham wir aus dem Weg geräumt.
Wir sind da und voll bereit,
und der Blick geht geradeaus.
Jetzt beginnt eine neue Zeit:
Wir sind da und wir sind raus!

Wir sagen „Hi hi hi,
seid ihr mit dabei,
diesen Weg mit uns zu geh’n?“
Wir sagen „Hi hi hi!“
mit nem lauten Schrei.
Es ist Zeit, nach vorn zu seh’n.
Wir sagen „Hi hi hi,
denn wir sind so frei.
Ab sofort gibt’s kein „Zurück“.
Wir sagen „Hi hi hi!“
mit nem lauten Schrei.
Neues Spiel und neues Glück!

Ja, wir haben das Gefühl,
dass ein großer Spaß beginnt.
Nur wer etwas Neues wagt,
hat ne Chance, dass er gewinnt.
Haben uns so drauf gefreut,
endlich hier bei euch zu steh’n.
Wir sind da. Es ist so schön,
dass wir euch hier alle seh’n!

Wir sagen „Hi hi hi“…

Zuhör’n, mitsing’n, tanzen, lachen: Alles das macht ihr.
Und was ihr dafür benötigt, das besorgen wir!

Wir sagen „Hi hi hi“…

Verboten

MUSIK: CLEMENS SCHMUCK; TEXT: DANIEL „DÄN“ DICKOPF; HAUPTSTIMME: CLEMENS, INGO

Es ist nicht gestattet, hier ein Fahrrad abzustell’n.
Hunde dürfen hier nicht pinkeln und schon gar nicht bell’n.
Man darf hier nix selber Mitgebrachtes verzehr’n
und man darf zu keiner Zeit die Gleise überquer’n.
Es ist verboten, ohne Kurkarte am Strand zu sein.
oder ohne Visum hier im Land zu sein,
Es ist verboten, hier vom Beckenrand reinzuspring’n,
und irgendwelche Tiere hier mit reinzubring’n.

Please don’t use the elevator in the case of fire.
Please don’t feed the Schwäne and the Enten hier im Weiher.
Please don’t join this party it’s a ganz private Feier.
Please don’t watch this movie ’cause it belongs to the Verleiher.

Segeln ohne Segelschein? Das wird ziemlich teuer!
Absolut verboten: Ohne Schuhe hinterm Steuer.
Es ist nicht gestattet, hier Filme zu drehn,
oder auf dem Rasenstück spazieren zu gehn,
Es ist verboten, bei der Fahrt mit dem Fahrer zu sprechen,
das Eis zu betreten und dabei einzubrechen,
die Baustelle ganz ohne Befugnis zu betreten,
die Kirche zu besichtigen, ohne zu beten.

Please don’t use the elevator in the case of fire…

Ordnungswidrig. Tabu.
Widerrechtlich und strafbar noch dazu.
Ungesetzlich. Kriminell.
If you do it trotzdem you will go straight to hell.

Es ist verboten, Polizeifunk mitzuhör’n,
ne Bundestagssitzung mit Gesang zu stör’n,
im Stadion Leuchtraketen abzufeuern,
und auch nicht ganz legal: Das Hinterziehen von Steuern.
Aber Waffen zu verkaufen und zu exportier’n,
mit denen sich die Leute gegenseitig massakrier’n,
mit Trinkwasser und Lebensmitteln rumzuspekulier’n,
Menschen hungern lassen und davon zu profitier’n,
solche schönen Dinge, egal ob man’s glaubt,
sind erlaubt.

Du musst den Sommer einfach zwingen

MUSIK, TEXT & HAUPTSTIMME: DANIEL „DÄN“ DICKOPF

Setz dich nach draußen ins Café,
auch wenn da weder Tisch noch Stühle steh’n.
Kletter’ heimlich in dein Freibad,
um im Regen eine Runde schwimm’n zu geh’n.
Lauf in bunten Sommerhemden
durch das sturmgeplagte Emden,
trag’ die Sonnenbrille trotzig-selbstbewusst.
Lade Freunde ein zum Grillen,
zeig den unbeugsamen Willen,
dass du dich dem Wetter nicht ergeben musst!

Du musst den Sommer einfach zwing’n.
Du musst den Sommer einfach zwing’n.
Du solltest „Sunshine Reggae“ singen,
laut und klar, in kurzen Hosen,
auch bei Unwetterprognosen.
Du musst den Sommer einfach zwing’n.

Wenn du in den Kalender schaust,
dann wird es dir auf böse Weise klar:
Es ist wirklich Mitte Juli,
doch es fühlt sich an wie Anfang Januar.
Temp’ratur’n, die sich bei Regen
um die dreizehn Grad bewegen,
es ist jeden Tag aufs Neue eine Qual.
Wetterfrösche hab’n mitnichten
etwas Gutes zu berichten.
So wie’s aussieht, hast du nur die eine Wahl:

Du musst den Sommer einfach zwing’n.
Du musst den Sommer einfach zwing’n.
Du musst ihn einfach dazu bringen,
sich zu zeigen. Musst ihn locken,
nicht nur in der Stube hocken.
Du musst den Sommer einfach zwing’n.

Setz dich aus Trotz in deinen Garten
und aus Protest auf den Balkon.
Pack dich warm ein. Dann heißt es „Warten“.
Denn irgendwann da kommt er schon. Irgendwann…

Du musst den Sommer einfach zwing’n…

Ich habe kein Tattoo

MUSIK: INGO WOLFGARTEN; TEXT: DANIEL „DÄN“ DICKOPF; HAUPTSTIMME: INGO

Dreißig Grad im Schatten, ein heißer Sommertag.
Einer dieser Tage, die ich überhaupt nicht mag.
Alle haben fast nix an, alle sind halbnackt.
Ich alleine bin mit Jeans und Sweatshirt gut verpackt.
Viele schau’n mich voller Mitleid an, weil ich so schwitz’.
Doch ich mach’ das nicht zum Spaß, das ist ja grad der Witz.
Nein, ich will, egal was ist, egal, was auch geschieht,
verhindern, dass man meine Arme oder Beine sieht.

Ich bin anders als die Anderen,
das lässt mir keine Ruh’.
So anders als die Anderen,
als er, sie, ihr und du.
Es ist zwar traurig, aber:
Ich gehöre nicht dazu.
Ja, es ist die Wahrheit:
Ich habe kein Tattoo!

Alle hip und alle fest vertaut im Hier und Jetzt,
haben sich in voller Absicht ihre Haut verletzt,
ließen sich, die Einen schon sehr früh und And’re spät,
hautbemalen, oft in diskutabler Qualität.
Dick und Dünn und Groß und Klein und Jung und Mittelalt
haben sich die freie Haut mit Bildern zugeknallt.
Ich hab’s leider viel zu spät verstanden und kapiert:
Man ist ein Exot, wenn man sich nicht tätowiert.

Ich bin anders als die Anderen…

Ich könnt’ mir ja auch eins stechen lassen, doch oh je:
Man hat mir gesagt: Das tut wohl unbeschreiblich weh.
Und, wenn ich das jetzt nicht völlig falsch verstanden hab:
Man kriegt das wohl später auch nicht mehr so richtig ab.

Ich bin anders als die Anderen…

Wir sind da

MUSIK: NILS OLFERT; TEXT: DANIEL „DÄN“ DICKOPF; HAUPTSTIMME: NILS

Der Wecker hört sich an wie ein Freudenschrei,
es ist endlich so weit, wir sind mit dabei.
Am liebsten einfach los, doch ein Kaffee muss noch drin sein.
Ein paar Sachen einzupacken fällt uns auch noch ein,
einfach irgendwie in den Koffer rein.
Gleich geht es ab ins Glück. Das hier dürfte der Beginn sein.
Wir treffen uns da, wo die Welt im Verborgenen ist.

Wir sind da! Tausend Lichter und tanzende Hände.
Wir sind da! Und die Nacht ist noch lang nicht zu Ende.
Es ist absolut unglaublich, euch hier alle wiederzuseh’n!

Nach Stunden ganz am Ende der Autobahn
noch viele Meilen weit durch den Wald gefahr’n,
es war mir gar nicht klar, ob ich im Dunklen noch den Weg find.
Die letzten Meter nur noch über Schotterweg
sah’n wir euch am See bei dem alten Steg.
Jetzt sind wir endlich hier und so froh, dass wir zusamm’n sind.
Der Soundtrack ist da für die Nacht, die man nie mehr vergisst.

Wir sind da! Tausend Lichter und tanzende Hände…

Alle sind da,
das hätt’ ich nie gedacht.
Das wird unsere Nacht!

Was war’n uns’re Gedanken, wo kam’n wir her?
Das alles spielt hier gar keine Rolle mehr.
Wir sind jetzt endlich frei und woll’n einfach nichts als hier sein.
Und dieses Gefühl haben wir viel zu lange vermisst.

Wir sind da! Tausend Lichter und tanzende Hände…

Der Dings

MUSIK: CLEMENS SCHMUCK; TEXT: DANIEL „DÄN“ DICKOPF; HAUPTSTIMME: CLEMENS

Wie hieß noch mal der Typ aus dem Film
nee, ich mein‘ nicht Al Pacino!
Dieser Typ aus dem Film,
der war neulich erst im Kino,
dessen Nachname so klingt
wie ein Auto ohne Dach?
Oh Mann, ich hab gehofft, du wärst vom Fach.

Wie hieß der denn noch mal, so ein Mist,
Mann, ich kriege langsam Panik!
Der hat auch mitgespielt
bei „Inception“ und „Titanic“.
Dieser Blonde, dieser Typ,
der so ’n bisschen schmierig ist?
Hab’s eben noch gewusst, so ’n Mist!

Das war doch dieser Dings, dieser… na!
Mann… ich hab’s gleich, Junge!
der mit „N“ oder „K“,
Mann, es liegt mir auf der Zunge!
Kann doch jetzt nicht sein.
Gleich fällt’s mir ein.
Ich mein den Dings.
Ich mein den Dings.
Ich mein den Dings.

Wie hieß noch mal die Frau, die Autorin,
nee, ich mein‘ nicht Astrid Lindgren!
Die Filme zu den Büchern
durfte mancher schon als Kind sehn.
Von nem Zauberer, der hieß
fast so ähnlich wie ein Topf?
Der Name kommt mir grad nicht in den Kopf!

Das war doch diese Dings, diese… na…

Ich hab ein bisschen Angst vor dem Tag,
wenn mein Leben einmal endet
und sich das mit dem Gedächtnis
vorher nicht zum Guten wendet.
Dann steh ich an der Pforte
und der Petrus sieht mich schon,
und fragt: „Wie heißt du denn, mein Sohn?“

Ich bin doch der Dings, dieser… na…

Nordseewind

MUSIK, TEXT & HAUPTSTIMME: DANIEL „DÄN“ DICKOPF, 12/2016

Sturmzerzaust und durchgefroren,
Abgekämpft, doch neugeboren,
Kalte Nase, kalte Ohren,
Alten Welten abgeschworen.

Innehalten, sanft versanden.
Hingesunken. Aufgestanden.
Volle Kraft voraus zu stranden,
Abzuheben. Weich zu landen.

Nordseewind.
Zeit verrinnt.
Liebesblind.
Sonnenkind.

Ausgedacht.
Aufgemacht.
Möwe lacht.
Leuchtturm wacht.

Sand verweht. Die Sonne blendet.
Neues Leben. Winter wendet.
SMS wird nicht gesendet.
Heißer Tee. Das Dunkel endet.

Eingekehrt. Gut aufgehoben.
Fenster kippt. Die Winde toben.
Drachen lachen von weit oben.
Alle Pläne aufgeschoben.

Nordseewind…

Weitergehen. Wellen brechen.
Zeit zusammen. Wenig sprechen.
Lange, ungeschrieb’ne Briefe.
Keine Worte. Echte Tiefe.

Nordseewind…

Inselzeit.
Himmel weit.
Ewigkeit.
Lächeln breit.

Endlich hier.
Ganz bei mir
und zum Glück
endlich ganz bei dir.

Perfekt

MUSIK UND TEXT: DANIEL „DÄN“ DICKOPF; HAUPTSTIMME: INGO

Ein Abend ohne Pläne, hab mich aufgemacht,
einfach noch mal raus in dieser kalten Nacht,
dann in den ersten Laden, nicht groß nachgedacht,
und sie entdeckt.
Wohl irgendeine Feier, viele tanzen und
auf einmal dreht sich alles, es geht richtig rund,
ich schau sie an, wohl leider mit weit off’nem Mund.
Sie ist perfekt.
Sie sticht völlig raus aus der Menge,
Sekunden von epochaler Länge, Gedränge,
ich vergess die Enge.

Sie ist der Waaaahnsinn, ich muss sie einfach wiederseh’n.
Sie ist ne Zwölf auf der Skala von eins bis zehn.
Sie macht mich völlig fertig, und ich lass das gern gescheh’n.
Sie ist perfekt.
Sie ist der Waaaahnsinn, obwohl ich sie noch gar nicht kenn’,
weiß ich schon jetzt, dass ich mich an ihr komplett verbrenn’,
doch das ist ganz und gar und völlig unbedeutend, denn:
Sie ist perfekt.

Ich schau vielleicht ein klein wenig zu oft zu ihr.
Es sind mir grade viel zu viele Leute hier.
Ein kurzes Zögern: Hallo? Was passiert mit mir?
Sie ist perfekt.
Die Augen suchen immer, wo sie jetzt grad ist.
Die Frage wär’: Wann endet die Bewerbungsfrist?
Dann seh ich sie und denke nur noch: „So ein Mist!“
Sie ist perfekt.
Es passieren abgefahr’ne Dinge:
Ich stell mir vor, dass ich für sie singe und springe,
und ihr Blumen bringe…

Sie ist der Waaaahnsinn, ich muss sie einfach wiederseh’n…

Mir ist sowas mein Leben lang noch nie passiert,
dass jemand mich so schnell dermaßen fasziniert,
was mich ein klitzekleines bisschen irritiert.
Sie ist perfekt.
Was soll ich tun? Ich glaub’, ich nehm es einfach hin,
dass ich grad einer fremden Frau verfallen bin.
Mehr als die Erkenntnis ist ja eh nicht drin.
Sie ist perfekt.

Sie ist der Waaaahnsinn, sie lässt sogar die Lahmen geh’n,
die Stummen sing’n und die Kranken wieder aufersteh’n.
Sie ist der Hammer, doch ich werd’ sie wohl nie wiederseh’n.
Sie ist perfekt.
Sie ist der Waaaahnsinn, obwohl ich sie noch gar nicht kenn’…

Zur falschen Zeit

MUSIK: INGO WOLFGARTEN; TEXT: DANIEL „DÄN“ DICKOPF; HAUPTSTIMME: BJÖRN

In der U-Bahn stehst du, völlig eingeklemmt,
neben dem Typen mit dem wirklich restlos durchgeschwitzen Hemd.
Dieser Duft ist unbeschreiblich. Und du merkst verdutzt:
Nicht das Deo hat versagt. Er hat erst gar keins benutzt.

Es ist so unerträglich voll, du kannst einfach nicht weg.
Aber Luftanhalten hat nun wirklich auch keinen Zweck.
Denn in der Bahn ist es mittlerweile fünfundvierzig Grad,
und durch ne Baustelle verzögert sich die Weiterfahrt.

Und dafür gibt es ein wunderschönes Wort:
Du bist zur falschen Zeit am falschen Ort.

Du spazierst ganz fröhlich durch die Nachbarschaft,
denn du hast heute frei und deshalb geht’s dir fabelhaft.
Plötzlich kommst du an dem Haus von einem guten Freund vorbei.
Du denkst spontan, „dem sag ich gerade mal „hi“!“

Dein Kumpel macht die Tür auf und scharrt schon mit den Hufen.
Er sagt: „Das ist ja prima, du kommst immer wie gerufen!
Das ist eine Eigenschaft, die ich so an dir mag.
Du weißt ja: Heut’ ist mein großer Umzugstag!“

Und dafür gibt es ein wunderschönes Wort:
Du bist zur falschen Zeit am falschen Ort.

Jetzt liegst du im Bett, wo’s so gemütlich ist,
mit der Frau, von der du mehr als nur komplett begeistert bist.
Ihr zwei habt eine rundherum geniale Zeit,
und das Beste ist, dass ihr lange noch nicht müde seid.

Und endlich gilt für dich mal dieser Satz:
Du bist zur rechten Zeit am rechten Platz!

Rechthaben ist geil

MUSIK, TEXT & HAUPTSTIMME: DANIEL „DÄN“ DICKOPF

Wir waren beide nicht ganz fit,
Es war am Morgen, kurz vor acht.
Du warst am Steuer und davor
war’s eine ziemlich kurze Nacht.
Du fuhrst ’n bisschen schnell,
und ich hab es sofort gewusst:
Ich hab dir gesagt,
dass du die Vorfahrt achten musst.

Doch du hast nicht auf mich gehört.
Und dann hat’s schwer geknallt.
Seit ein paar Wochen lieg ich schon
im Krankenhaus im Westerwald.
Mancher wäre jetzt auf dich
richtig sauer. Doch ich nich’.
Ich freu’ mich, einfach weil:

Rechthaben ist geil.
Rechthaben ist geil.
Wenn ich Recht hab, geh ich steil.
Rechthaben ist geil…

Du hast gesagt, Donald Trump
wird niemals Präsident.
Ich hab gesagt: Wart ab.
Das wird kein Happy End.
Du hast gesagt, die Rechtspartei’n,
die kommen nicht mehr aus’m Loch.
Ich hab gesagt, das wär’ schön,
aber ich denke: Leider doch.

Jetzt sag doch, was du willst,
das eine ist ganz klar:
Der blöde Trump ist Präsident,
die AfD ist auch noch da.
Zwar ist das allemal
schlimmer als „katastrophal“.
Doch trotzdem freue ich mich, weil:

Rechthaben ist geil…

Trotzdem geht’s mir schlecht
und das nervt mich sehr:
Ich habe immer Recht,
doch ich hab keine Freunde mehr.

Kleiner Terrorist

MUSIK: CLEMENS SCHMUCK; TEXT: DANIEL „DÄN“ DICKOPF; HAUPTSTIMME: CLEMENS

Kinder sind die Zukunft. Kinder sind das Leben.
Was kann’s auf Erden Schön’res als ein Kinderlachen geben?
Kinder sind die Hoffnung. Kinder machen Mut.
Kinder tun uns allen einfach immer wieder gut.
Von Kindern schlecht zu reden, wär’ politisch nicht korrekt.
Wer Schlechtes über Kinder denkt, hält das besser gut versteckt.
Doch wer Kinder nur für Engel hält, ist wohl selber nicht betroffen.
Und drum sag ich heute mal ganz offen:

Ein Kind, das dauernd hinfällt auf Nase, Mund und Stirn,
ein Kind, das einen Willen hat, aber noch nicht sehr viel Hirn,
kurz: Ein Kind, das ungefähr so zwei Jahre alt ist,
ist nichts And’res als ein kleiner Terrorist.

Wenn du so ein Leben führst, in dem du alles hast,
wenn du morgens aufstehst, wann’s dir gerade passt,
wenn du dich zu Hause ganz frei bewegen kannst,
und dich, wenn du Lust hast, einfach vor dem Fernseher verschanzt.
Wenn dann plötzlich jemand, so von jetzt auf gleich,
wie selbstverständlich eindringt in dein kleines, schönes Reich,
alles durcheinander bringt und stets bespaßt werden muss,
dir deinen Schlaf raubt, dann kommst du zu dem Schluss:

Ein Kind das dauernd hinfällt…

Mit ihm als Mitbewohner wird’s zu Hause nix mit Chillen.
Es schreit, so laut es kann, und kriegt am Ende seinen Willen.
Es kann zwar laufen, aber seinem ganz perfiden Charme
bist du einfach nicht gewachsen, trägst es ständig auf dem Arm.
Manchmal geht dir dieses kleine Wesen derart auf die Nerven,
dass du ganz kurz den Impuls verspürst, es an die Wand zu werfen.
Aber auch wenn du verzweifelt bist, erschöpft und völlig platt,
merkst du immer ganz genau, wie geschickt es alles eingefädelt hat:

Denn diesen kleinen Extremisten, der dir vieles echt vergällt,
der dich Tag für Tag aufs Neue auf die Probe stellt,
diesen Quälgeist, der dich stets auf hundertachtzig hält,
liebst du mehr als alles And’re auf der Welt.

Montagsallergie

MUSIK & TEXT: DANIEL „DÄN“ DICKOPF; HAUPTSTIMME: NILS

Es gibt so viele Menschen, denen tropft die Nase,
wenn sie nur in der Nähe sind von frisch gemähtem Grase.
Es gibt so viele Menschen, denen, wenn es staubt,
die Reaktion des Körpers geradezu die Fassung raubt.
Es gibt so viele Menschen, denen wird bei Chlor
so irgendwie ganz anders. Sowas kommt im Schwimmbad vor.
Es gibt so viele Menschen, die können so vom Magen
und auch so insgesamt bestimmte Speisen nicht vertragen.
Solche Probleme hatt‘ ich nie:

Ich hab ne Montagsallergie!
Ich hab ne Montagsallergie.
Immer montags hab ich die.
Und anderntags hab ich die nie.
Ich hab ne Montagsallergie!

Verschiedene Symptome, die führ’n zu Höllenqualen.
Ich kann sie sogar unterfüttern mit konkreten Zahlen:
An jedem Montagmorgen, wenn’s Zeit ist, aufzustehn,
liegt mein Energiegehalt meist unter minus zehn.
Mein allgemeiner Weltschmerz hat montags Faktor vier.
Gefühlte vierzig Fieber sind dann ganz normal bei mir.
Die Leistung meines Kleinhirns, wie man es sonst so kennt,
beträgt am Montagmorgen, wenn es hoch kommt, zehn Prozent.
Wer weiß für mich ne Therapie?

Ich hab ne Montagsallergie…
Ich hab ne Montagsallergie.
Immer montags bin ich platt.
Die Allergie setzt mich schachmatt.

Um mich zu erholen von dieser schlimmen Plage,
brauch ich jede Woche immer ungefähr fünf Tage.
Jeden Freitagmittag hör’n die Schmerzen plötzlich auf.
Und danach bin ich zwei Tage richtig super drauf!
Doch schon Sonntagabend spür ich sie:

Er hat ’ne Montagsallergie…

Stern aus Papier

MUSIK, TEXT & HAUPTSTIMME: DANIEL „DÄN“ DICKOPF

Und sie klatschen wieder alle.
Schulterklopfen. Alles klar.
Tappen wieder in die Falle.
Alles so, wie’s immer war.
Und so geht das immer weiter.
Und so findest du das gut.
Alles super, alles heiter.
Immer freundlich. Niemals Wut.

Ich hab es erst jetzt verstanden.
Leichter wird es dadurch nicht.
Viele, die dich traumhaft fanden.
Einer nur, der mit dir bricht.

Du funkelst in den allerschönsten Lichtern.
Du glänzt und strahlst und ziehst in deinen Bann.
Ein Lächeln liegt auf sämtlichen Gesichtern.
Es ist ein Licht, das mich nicht mehr wärmen kann.
Du strahlst nur ab, es leuchtet nicht aus dir,
Du bist nur ein Stern aus Papier.
Du bist nur ein Stern aus Papier.

Ich hab dich in diesen Jahren
irgendwie wohl fast geliebt.
Zeiten, die oft fröhlich waren,
manches, was sich jetzt verschiebt.

Wann begann es, dass dein Strahlen
nach und nach im Meer versank?
Jetzt ist es zu einem fahlen
und kalten Licht verkommen. Gott sei Dank.

Du funkelst in den allerschönsten Lichtern…

Immer wirst du Menschen finden,
die dir begeistert applaudier’n.
Manche wirst du an dich binden.
Und manche werden sich verlier’n.
Doch ich hoff‘, du lässt auf deiner
langen Suche nach dem großen Glück
nicht zu viele dieser Menschen
schwer verletzt am Weg zurück.

Du funkelst in den allerschönsten Lichtern.

Nur du allein

MUSIK: NILS OLFERT; TEXT: DANIEL „DÄN“ DICKOPF; HAUPTSTIMME: NILS

Du hattest die Welt um dich verlor’n.
Du hast gezweifelt und gefror’n.
Du hast nur gesucht nach etwas Licht
im bleiernen Nebel, ohne Sicht.

Wenn dich jemand fragte, wie es dir so geht,
hast du geschwiegen, weil kein Mensch versteht,
wie du dich fühlst, wenn du im Dunkeln bist,
am hellichten Tag, wenn jeder fröhlich ist.

Du hattest die Welt um dich verlor’n.
Du standest vor fest verschloss’nen Tor’n.
Hast nur noch gehofft auf einen Geist,
der dir deinen Weg zur Freiheit weist.

Du hast es gespürt, aber noch nicht gewusst,
dass du einen Schritt nach vorne gehen musst,
dass du da rauskommst. Nicht erst irgendwann.
Doch dabei kommt es auf dich selber an:

Nur du allein
kannst deine Wege bereiten
und mutig sein.
Ich will dich gerne begleiten.

Du hast dich verflucht und gabst dir selbst die Schuld.
Warst ohne Plan und voller Ungeduld.
Jetzt wird dir klar: Die Reise ist noch weit.
Doch du wirst sie meistern. Mit Beharrlichkeit.

Nur du allein
kannst deine Wege bereiten
und mutig sein.
Ich will dich gerne begleiten.

Wir sind Alte Bekannte

MUSIK: INGO WOLFGARTEN; TEXT: INGO WOLFGARTEN, CLEMENS SCHMUCK, DANIEL „DÄN“ DICKOPF; HAUPTSTIMME: INGO

Ihr seid der Antrieb, der uns anschiebt.
Ihr lasst uns aufdreh’n, und wir seh’n euch abgeh’n.
Wir sind ne Einheit, weil ihr der Grund seid,
warum wir hier steh’n. Kommt, wollt Ihr mitgeh’n?
Sperrt die Ohr’n auf, lasst es krachen.
Heute könnt ihr sing’n, tanzen, wein’n und lachen.
Macht euch startklar. Seid bereit.
Lange nicht gesehen. Es war höchste Zeit!

Wir sind Alte Bekannte!
Endlich alles im Lot.
Wir sind Alte Bekannte!
Mit euch im selben Boot.
Wir sind Alte Bekannte!
Eine Reise beginnt.
Wir sind Alte Bekannte!
Mit Euch als Rückenwind.

Wir geben den Takt vor, ihr seid der Motor,
Treten das Gas durch auf der Überholspur,
Ihr seid das Tempo, wir sind der Beat, oh,
Wir sind der Puls, oh, sind gnadenlos, oh!
Schwing die Hufe, schwing die Beine,
Heute trenn’n wir uns von der kurzen Leine.
Mach schon, mach schon, mach schon schneller
Denn die Nacht ist kurz und es wird schon heller.

Wir sind Alte Bekannte…
Wir sind Alte Bekannte!
Schön, euch wiederzuseh’n.
Wir sind Alte Bekannte!
Komm’, lass was Neues entsteh’n.

Erst, wenn die Nacht sich verzieht,
tun auch wir uns’re müden Äuglein zu,
weil sonst der Sandmann Sand reinstreut.
Erst wenn der Vögelein Lied
schön erklingt und der Sonne heller Schein
wieder lacht, dann reicht’s für heut’.

Doch das ist lang hin! Viele Stunden!
Wir ham uns hier und heute wiedergefunden!
Kommt Leute, schlafen könn’n wir später noch!
Die Nacht ist jung, und eines wisst ihr doch:

Wir sind Alte Bekannte…